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Nordfriesland Tageblatt

28. Februar 2017 | 18:12 Uhr

Die Energiewende ist in Arbeit

vom

Der Kreis beteiligt sich erneut an einer besonderen landesweiten Olympiade - auch mit einer Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungs-Anlage

Nordfriesland | Wird der Kreis Nordfriesland in diesem Jahr erneut zu den Siegern der Energie-Olympiade gehören? Im Jahr 2012 hatte er gemeinsam mit der Aktivregion Nordfriesland-Nord das Konzept der Energie-Modellregion eingereicht und damit den ersten Preis des landesweiten Wettbewerbs gewonnen. "Der erste Platz wird es 2013 wohl nicht wieder werden, aber mit kleineren Maßnahmen beteiligen wir uns auch in diesem Jahr", erklärt Landrat Dieter Harrsen.

Der Kreis bewirbt sich mit einem Beitrag zum Gebäude-Benchmark und einer Energieeffizienz-Maßnahme. Im Gebäude-Benchmark erreichen die Kreisliegenschaften einen Energiebedarf von 57,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Ob das ein guter Wert ist, wird sich spätestens bei der Preisverleihung im November zeigen.

Als Effizienzprojekt wurde eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage eingereicht. Sie erzeugt Strom und Wärme für das Husumer Kreishaus. Besonders attraktiv daran ist die eingebaute Möglichkeit zur Kühlung des Rechenzentrums der Verwaltung: Es wird im Winter direkt mit kalter Außenluft gekühlt, so dass gar keine Energie für ein Kälteaggregat benötigt wird. Im Sommer wird die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Kühlung eingesetzt. Das Rechenzentrum benötigt zusätzlich zu der Strommenge, die die Rechner verbrauchen, noch einmal vier Prozent davon für die Kühlung. Übliche Werte von Rechenzentren liegen bei 80 bis 100 Prozent - so dass fast noch einmal soviel Strom wie für den Rechnerbetrieb nur für die Kühlung eingesetzt wird. Der Kreis Nordfriesland spart also Betriebskosten und Abgase.

Für eine Auszeichnung können sich Kreise, Ämter und Gemeinden bewerben. Preiswürdig sind auch einfache Maßnahmen zur Energieeinsparung. "Aus Nordfriesland bewerben sich erfahrungsgemäß nur wenige Gemeinden - und das soll sich ändern. Nehmt eurem Kreis den Siegerplatz ab", fordert Klimaschutzmanager Gunnar Thöle die Gemeinden und Ämter mit Blick auf 2014 auf, denn für dieses Jahr ist die Anmeldefrist bereits abgelaufen.

Die Energie-Olympiade wird von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) ausgeschrieben. An der EKSH sind das Land Schleswig-Holstein, die EON Hanse AG und eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) aus Hochschulen des Landes jeweils zu einem Drittel beteiligt. Gesellschafter der Hochschul-GbR sind die Universitäten Flensburg, Kiel und Lübeck sowie die Fachhochschulen Flensburg, Kiel, Lübeck und Westküste in Heide.

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erstellt am 27.Jul.2013 | 05:59 Uhr

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