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Nordfriesland Tageblatt

03. Dezember 2016 | 01:24 Uhr

Bürgervotum wird berücksichtigt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Planerin erläutert auf der Sitzung der Gemeindevertretung in Klixbüll den Stand der Dinge zum Thema Eignungsflächen für Windenergie

Die Gemeindevertretung Klixbüll hatte anlässlich ihrer jüngsten Sitzung im Dörpscampus ein umfangreiches Programm abzuarbeiten. Im ersten Teil trug die Planerin Barbara Bonin (Leck) noch einmal das „Informelle Planungskonzept zur Ausweisung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung“ vor, das bereits in zwei Einwohnerversammlungen vorgestellt und beraten wurde. Wie sie ausführte, wurden die von der Landesplanung vorgegebenen harten und weichen Tabukriterien hinreichend berücksichtigt. Da diese aber noch ständig ergänzt werden, könne es sich ergeben, dass sich die verfügbaren Flächen – zum Beispiel durch Schallschutzkriterien oder Vorgaben zum Denkmalschutz – noch verkleinern.

Das Bürgervotum sei bei den Planungen berücksichtigt worden, führte die Planerin weiter aus. Dadurch seien zwei Flächen ins Planungskonzept aufgenommen worden, für die sich in den Einwohnerversammlungen nur knappe Mehrheiten ergeben hatten. Von den Bürgern abgelehnte Flächen seien nicht in die Planung eingeflossen. Das Amt Südtondern wurde beauftragt, die Abstimmungsergebnisse und das Konzept unverzüglich der Landesplanungsbehörde mit der Bitte um Berücksichtigung vorzulegen, damit sie als zuzügliches Abwägungsmaterial für die Fortschreibung des Regionalplanes verwendet werden können.

Weitere Themen: Bürgermeister Werner Schweizer gab bekannt, Dieter Tönder sei als geringfügig Beschäftigter wiederum für die Betreuung des Klixbüller Schwimmbades eingestellt worden. Den Schwimmbadkiosk hätten die bisherigen Pächter wieder übernommen. Ein Förderantrag für den Bau von sechs Ladetankstellen für Elektrofahrzeuge sei bei der AktivRegion Nord eingereicht worden, die ihn inzwischen befürwortet habe. Voraussichtlich würden Fördermittel in Höhe von 17  000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein Lob wurde Sieghard Rathke, Betreuer der in Klixbüll lebenden Asylbewerber, ausgesprochen, da es ihm gelungen war, seine Schützlinge zu motivieren, sich an der Aktion „Sauberes Dorf“ zu beteiligen.

Das Dach des ehemaligen Dienstgebäudes des Amtes Karrharde sei mit einem Aufwand von 102  500 Euro saniert worden. Bei der Pflege dieses Hauses habe man einen Zuschuss in Höhe von 50  000 Euro erwirtschaftet. Davon erhalte die Gemeinde Klixbüll 7200 Euro.

Um einem Investor die rechtliche Möglichkeit zu schaffen, auf einem zum Außenbereich der Gemeinde zählenden Grundstück drei bis vier Einfamilienhäuser mit Garagen zu errichten, war es erforderlich, die bauleitplanerischen Voraussetzungen für sein Vorhaben zu schaffen. Die Gemeindevertretung beschloss deshalb in einem Parallelverfahren jeweils einstimmig, für das Gebiet nördlich der „Hauptstraße“ (B  199), östlich des „Haderupweges“ sowie südlich und westlich des „Mühlenweges“ zum einen die 13. Änderung des Flächennutzungsplanes aufzustellen, zum anderen auch den Bebauungsplan Nr. 11 (Wohnbaugebiet Mühlenweg) entsprechend zu ändern. Beide Beschlüsse fasste die Gemeindevertretung einstimmig. Mit der Ausfertigung der Planentwürfe, die ortsüblich bekanntgemacht werden sollen, wurde das Planungsbüro Bonin-Körkemeier beauftragt.

Bei der Erörterung der Frage, ob man die letzten beiden Grundstücke im Baugebiet „Alter Sportplatz“ verkaufen wolle, wurde die Befürchtung ausgesprochen, Schwimmbadbesucher könnten dann die Schulstraße zuparken. Auch gelte es zu bedenken, dass die Fläche für die Notfallevakuierung der Schule vorgesehen sei. Da kein finanzieller Druck empfunden wurde, einigten sich die Gemeindevertreter dahingehend, zunächst einmal die Badesaison abzuwarten, um den tatsächlichen Parkplatzbedarf festzustellen.

Hinsichtlich der weiteren baulichen Entwicklung der Gemeinde Klixbüll – insbesondere des eventuellen Ankaufs dreier Grundstücke im Innenbereich – wurde beschlossen, zunächst solle der Bauausschuss sich mit der Angelegenheit befassen und dabei vielleicht ein Planungsbüro einbeziehen.


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erstellt am 16.Mai.2016 | 16:59 Uhr

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