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Nordfriesland Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:25 Uhr

Video : Brennende Container - Feuerwehrmann bricht bei Einsatz in Niebüll zusammen

vom

Das Feuer griff auf das Dach eines Wohn- und Geschäftshauses über. Der Mann musste wiederbelebt werden.

Niebüll | Dramatischer Einsatz am Sonntagabend in Niebüll (Kreis Nordfriesland): Nachdem im Bereich einer Ladenzeile mehrere Mülltonnen aus noch ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen waren, griff der Brand auf das Dach des Wohn- und Geschäftsgebäudes über. 15 Personen seien in Sicherheit gebracht worden, Verletzte habe es bei dem Feuer selbst aber keine gegeben, teilte die Feuerwehr mit. Im Einsatz brach jedoch einer der Feuerwehrleute plötzlich zusammen und musste wiederbelebt werden.

Der Schaden beläuft sich auf einen niedrigen sechsstelligen Bereich. Dabei wurde nach Feuerwehrangaben vor allem ein Kleidungsgeschäft in Mitleidenschaft gezogen.

Die Freiwillige Feuerwehr Niebüll wurde gegen 21.30 Uhr alarmiert, nachdem Passanten das Feuer in einem Seiteneingang zwischen einer Schlachterei und einem Wohnhaus bemerkt hatten. „Der Brand hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber schon nach oben in den Dachbereich ausgedehnt“, wie Kreisbrandmeister Christian Albertsen erklärte.

Während die ersten Löscharbeiten zur Eindämmung des Schadens in vollem Gange waren, kam es dann zu einem dramatischen Zwischenfall auf der Straße: Einer der eingesetzten Feuerwehrkameraden brach plötzlich hinter dem Löschfahrzeug bewusstlos zusammen. Seine Kameraden sowie der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst leisteten sofort Erste Hilfe und reanimierten den Feuerwehrmann erfolgreich. Er wurde anschließend sofort ins Krankenhaus eingeliefert. „Glücklicherweise hat sich sein Gesundheitszustand aber schon gebessert“, zeigte sich Kreisbrandmeister Albertsen erleichtert.

Unter den Kameraden an der Einsatzstelle war die Betroffenheit groß. Zur Unterstützung wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren Langstoft und Lindholm alarmiert. Über Leitern mussten sich die Feuerwehrleute auf das Dach des im hinteren Bereich eingeschossigen Gebäudes begeben und Teile des Daches aufsägen, um an die Glutnester heranzukommen und den Brand und damit auch die Rauchentwicklung stoppen zu können. Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte die Wohnungen im vorderen Teil des Hauses – diese sind nach einer ersten Einschätzung jedoch weiterhin bewohnbar.

Mit dem neuerlichen Brand keimt unter Feuerwehrleuten und Anwohnern eine schlimme Befürchtung auf: Gibt es in Niebüll möglicherweise einen Brandstifter, der es auf Mülltonnen abgesehen hat? Denn erst in der Nacht zum vergangenen Freitag kam es an einer Niebüller Schule zu einem Müllcontainerbrand, der auch einen Schaden am Gebäude nach sich zog. An einen Zufall mag hier niemand mehr glauben. Jetzt hoffen die Einsatzkräfte darauf, dass der mögliche Täter schnell gefasst wird, bevor noch Schlimmeres passiert. Die Kriminalpolizei nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen an der Brandstelle auf.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 08:18 Uhr

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