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Nordfriesland Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:30 Uhr

Zeugen gesucht : Bombendrohung und Brandstiftung in Niebüll: Suche nach der heißen Spur

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Banken wurden evakuiert, woanders brannte es: Auf der Suche nach den Tätern setzt die Polizei auf die Hilfe der Bevölkerung.

Niebüll | Es sind gleich zwei Ereignisse, die in der Stadt Niebüll für Schreckmomente sorgten und die Beamten der Polizei immer noch auf Hochtouren ermitteln lassen. Weiterhin ist nicht bekannt, wer am 21. Oktober mit den Worten „16 Uhr Bombe“ bei der VR-Bank Niebüll anrief und daraufhin für einen Großeinsatz sorgte. 13 Filialen der Bank wurden evakuiert, Sprengstoffspürhunde eingesetzt – am Ende aber keine Bombe gefunden.

Am Montag dann erfolgte der erste Hinweis auf den Täter. Über einen Telefonanbieter konnte ermittelt werden, dass die Anrufe von der englischen Telefonzelle aus am Niebüller Rathausplatz getätigt wurden. Nach Bekanntgabe dieser Information kamen bereits ein paar Hinweise aus der Bevölkerung. „Viele waren es jedoch noch nicht“, fasst es Alfred Bahnsen, Revierführungsbeamter der Niebüller Polizei, zusammen. So fehle weiterhin eine heiße Spur, weshalb der Beamte die Bürger erneut auffordert, eventuelle Beobachtungen rund um die Telefonzelle zu melden. „Lieber einmal zu viel anrufen als zu wenig“, sagt er. „Manchmal können auch eigentlich unbedeutende Hinweise zum Erfolg führen.“

Die Polizei nahm auch Kontakt mit der VR-Bank auf, um zu klären, ob womöglich ein verärgerter Kunde den Bombenalarm ausgelöst haben könnte. Klaus Sievers, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Niebüll, ließ Mitarbeiter befragen, ob es in der letzten Zeit konkrete Vorfälle mit Kunden gab, konnte dies gegenüber der Polizei dann aber nur verneinen. „Wir rätseln deshalb sehr, wer der Auslöser der Bombendrohungen sein könnte“, so Sievers.

Zeitgleich laufen bei der Niebüller Kriminalpolizei die Ermittlungen rund um die drei Brände, die innerhalb von wenigen Tagen in Niebülls Innenstadt Alarm auslösten. Die ersten beiden Feuer gingen glimpflich aus, beim letzten entstand ein Sachschaden in Höhe von 100.000 Euro.

Fest steht inzwischen, dass es Brandstiftung war. Aktuell werden rund um die Hauptstraße Anwohner befragt, um möglicherweise Hinweise auf den Täter zu bekommen. Nach einem Zeugenaufruf haben sich fünf Personen bei der Polizei telefonisch gemeldet, um ihre Beobachtungen zu schildern. Auch diesen Informationen wird derzeit noch nachgegangen. „Dass es insgesamt bis jetzt nur so wenig Hinweise gibt, liegt sicherlich an dem Zeitpunkt des Brandes. Sonntagabend sind die Bürger eher zu Hause vor dem Fernseher und nicht auf den Straßen unterwegs. Auch war das Gelände der letzten Tat nicht gut einsehbar“, erklärt Kripo-Chef Uwe Meyer. „Die Lage erschwert, dass nur wenig Spuren am Brandort vorhanden sind. Selbst von den Tonnen ist nicht viel übrig geblieben.“

Wer zu beiden Fällen dennoch Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich bei der Niebüller Polizei unter der Telefonnummer 04661/40110 zu melden.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 05:30 Uhr

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