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Nordfriesland Tageblatt

10. Dezember 2016 | 13:52 Uhr

Klixbüll : „Bitte gebt den Flüchtlingen Arbeit!“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Flüchtlingsbetreuer Sieghard Rathke appelliert in der Sitzung der Gemeindevertretung an Unternehmer und kritisiert die Arbeitsagentur.

Viele Punkte wurden bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Klixbüll besprochen. Sieghard Rathke trug den Sachstand bezüglich der Unterbringung von Flüchtlingen vor. Nachdem im November 2014 die ersten zehn Flüchtlinge aufgenommen worden seien, habe sich deren Anzahl – bei ständiger Fluktuation – bei 17 Personen eingependelt. In den Monaten der Jahre 2015 und 2016 seien 15 Personen verzogen. „Zur Zeit halten sich 14 syrische Flüchtlinge im Dorf auf“, ließ deren Betreuer wissen. Darunter seien eine vierköpfige Familie, ein Ehepaar und acht Männer im Alter zwischen 20 und 37 Jahren. Von Beruf seien diese Schneider, IT-Fachmann, Heizungsmonteur, Apotheker, Schreiner, Stuckateur, Elektriker, Dompteur und Student. „Sie alle wollen unbedingt arbeiten,“ sagte Rathke, der diesbezüglich die Betreuung im Sozialzentrum und in der Bundesagentur für Arbeit heftig monierte. Er richtete einen leidenschaftlichen Appell an alle Unternehmer: „Bitte gebt den Flüchtlingen Arbeit!“

Bürgermeister Werner Schweizer teilte in seinem eigenen Bericht unter anderem mit, die Abnahme der örtlichen Landesunterkunft für Flüchtlinge sei am 4. Juli erfolgt. Da die Breitbandgesellschaft sich positiv entwickele, seien anlässlich ihrer Gesellschafterversammlung Zinszahlungen ab 2020 in Aussicht gestellt worden. Wie es hieß, seien für eine Rutsche, die im Freibad aufgestellt werden soll, laut Auskunft des Herstellers weder ein Fallschutz noch eine zusätzliche Aufsichtskraft erforderlich. Die Gemeindevertretung einigte sich darauf, den Standort der Rutsche und eventuell weitere zu beachtende Vorschriften vorab mit dem Sachbearbeiter besprechen zu wollen, der die Spielplätze überprüft. Zur Finanzierung des voraussichtlich 9000 Euro teuren Gerätes wird die Bürgerstiftung 2500 Euro, der Dörpscampus-Verein 2000 Euro beisteuern. Die restlichen 4500 Euro sind in den Haushalt 2017 einzuplanen.

Einstimmig fasste die Gemeindevertretung den Beschluss, ein im Zusammenhang mit der Seniorenwohnanlage aufgenommenes Baudarlehen nicht fortzuführen, sondern durch ein neu aufzunehmendes Darlehen in Höhe von 200  000 Euro abzulösen, das eine Laufzeit von nur noch 15 Jahren haben wird.

Da die bisherige Satzung über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen wegen Überalterung außer Kraft getreten war, wurde nunmehr eine von der Finanzverwaltung ausgearbeitete neue Satzung, die sich von der alten nur geringfügig unterscheidet, einstimmig angenommen.

Wie Christian Bendix Momsen als 1. Stellvertreter des als befangen geltenden Bürgermeisters mitteilte, habe die Klixbüller Energiegesellschaft beantragt, zwei kurze Teilstücke des „Schanzweges“ zu entwidmen. Denn es sei vorgesehen, im Windpark Klixbüll im Rahmen eines Repowerings neue, größere Windenergieanlagen aufzustellen. Dieser Maßnahme aber stünden die geforderten Abstände entgegen, solange die beiden Teilstücke des Schanzweges als öffentliche Verkehrsflächen gelten. Die sieben anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Gemeindevertretung fassten den Beschluss, das angesprochene Teilstück des Schanzweges, gelegen in südlicher Verlängerung des auf Bosbüller Gemeindegebiet liegenden Süderweges, in einer Länge von rund 450 Meter einzuziehen. Vor seiner endgültigen Entwidmung soll mit der Klixbüller Energiegesellschaft ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen werden, in dem die Verkehrssicherungspflicht und die Erreichbarkeit aller Grundstücke der Anlieger festgeschrieben wird.

Abschließend wurde mitgeteilt, die Gemeinde Klixbüll beteiligte sich im bisherigen Umfang an den Kosten des „Dörpsblattes“ (früher „ Sportblick“ genannt). Ansprechpartner für die redaktionellen Arbeiten, die von Seiten der Gemeinde im Dörpsblatt veröffentlicht werden sollen, sei Dirk Friedrichsen.

Bei der wurde in der Einwohnerfragestunde darauf hingewiesen, die Grandwege befänden sich „nicht im bestem Zustand“. Gemeindevertreter Sven Gehlsen merkte dazu an, die Wege würden in den kommenden Monaten nach und nach von Grund auf saniert und danach jährlich zweimal mit einem Gräter bearbeitet, um sie in Ordnung zu halten.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 10:23 Uhr

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