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Nordfriesland Tageblatt

05. Dezember 2016 | 03:36 Uhr

Ausstellung : Bestnoten für die Geflügelzüchter

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der optimale Sommer 2016 sorgte dafür, dass die Wertungsrichter der Schau den heimischen Züchtern eine gute Arbeit attestieren können.

Munteres Krähen, Gackern und Gurren erfüllte am Wochenende das große Rund der Niebüller Stadthalle. Dort fand die Geflügelausstellung statt, die der Rassegeflügelzuchtverein Niebüll (RGZV) und Umgebung von 1902 alljährlich veranstaltet. Die große Schau der gefiederten Haustiere ist vergleichbar mit einem Ernteergebnis: Was im Frühjahr aus dem Ei schlüpft, wird im Herbst von fachkundigen Juroren begutachtet und bewertet und dann der Öffentlichkeit präsentiert.

Die heimischen Geflügelzüchter blicken auf einen guten Sommer zurück, der weder zu heiß noch zu kühl war und den gefiederten Lieblingen der Züchter optimale Bedingungen bot. Das drückte sich, wie das Ergebnis der Bewertung verriet, auch in den Noten aus, die neutrale Wertungsrichter den Hühnern, Zwerghühnern und Tauben zuerkannten. Die Höchstnote „Vorzüglich“ wurde sieben- und bei den Jungzüchtern zweimal vergeben, ein „Hervorragend“ neun- beziehungsweise sechsmal. Außer Konkurrenz wurden in einem größeren Schlag Wachteln vorgestellt.

Die einst weit verbreitete Geflügelzucht sowie Hühner- und Taubenhaltung hat sich mit der Zeit auf ein Hobby reduziert. Außer ihrem züchterischem Faible schätzen Züchter und Halter das Ei aus dem eigenen Hühnerstall, vom Inhalt für Pott und Pann einmal abgesehen. Eine Zwerghenne legt bis zu 180 Eier jährlich, eine große Henne 220 bis 240. Die Amrock- und Australorps-Hennen zählen zu den fleißigsten, was die Eierproduktion angeht. Doch für Züchter hat der Legefleiß ihrer Hennen nur sekundäre Bedeutung. Es zählt vor allem das Zuchtergebnis, das das Jurorenquartett im Falle des heimischen RGZV als „besonders zufriedenstellend“ wertete.

Der Niebüller Verein hat Tradition. Gründervater des RGZV war Oskar Freitag, dem seither fünf Vorsitzende folgten: Johannes Petersen (genannt Hannes Zuch), Dr. Wilhelm Heidrich, Ammon Momme senior, Julius Sönnichsen und seit 1988 Volker Hansen.

Mit seinen Ausstellungen musste der Verein häufig das Lokal wechseln. Das waren bisher die FPS, Markussen’s Gasthof, das Friesische Haus, die Braune Burg, das Landschaftliche Haus, Lange’s Hotel/Bökingharder Hof und die kleine Reithalle. Seit 1975 ist es die Stadthalle. Den stetig erweiterten Bestand an Käfigen lagert der Verein auf dem Anwesen von Walter und Jutta Lorenzen in Bosbüll.

Ältestes Mitglied des RGZV Niebüll ist Ammon Momme (88), der seit seinem sechsten Lebensjahr Geflügel züchtet. Momme ist seit Jahr und Tag auch der erfolgreichste Züchter, der lange Zeit den Englischen Zwergkämpfer züchtete und seine Erfolge seit 1988 mit der Rasse des Langschan fortsetzt. Langschan kommt aus dem Chinesischen und bedeutet „Zwei Berge“. Momme ist elfmaliger Deutscher Meister, gewann neunmal das Blaue Band, wurde je einmal Europameister, Europachampion und Meister der Langschan-Zucht. Ferner ist er Ehrenmitglied des Niebüller Vereins. Während Ammon Momme „mit den Hühnern“ groß geworden ist, wurde Vereinsvorsitzender Volker Hansen von Oldie „Hannes Zuch“ in den Verein mit den Worten beordert: „He mutt Mitglied warrn.“

Über die Note „vorzüglich“ freuten sich: Ammon Momme (Deutsche Zwerg-Langschan schwarz), Sönke Hansen (dunkelrote Zwerg-Rohdeländer), Uwe Lützen (zweimal auf schwarze Zwerg-Lá Fleche), Peter Mohr (schwarze Deutsche Modeneser Schietti), Jan Martens (Danziger Hochflieger), Arno Mommsen (rote Kölner Tümmler), Finn Hansen (weiße Deutsche Modeneser Schietti), Tade Mommsen (belatschte andalusierfarbige Kölner Tümmler).

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erstellt am 07.Nov.2016 | 07:00 Uhr

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