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Nordfriesland Tageblatt

10. Dezember 2016 | 04:17 Uhr

Bauhof hat im Herbst Hochsaison

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Blätter beseitigen, Heckenschnitt, Pflanzen und Dränagen verlegen: Das Team von Stadtgärtner Jochen Johannsen hat derzeit viel zu tun

Im Niebüller Westen, unweit des Friesischen Wohnparks, liegt der städtische Bauhof, Arbeitsplatz für zwölf Bedienstete um Stadtgärtner und Bauhofleiter Jochen Johannsen, die dafür sorgen, dass in der Stadt und ihren Grünanlagen immer alles im Lot ist.

Fragt man Jochen Johannsen nach dem bisherigen Verlauf des Jahres, dann spricht er von einen „ganz normalen Jahr“. Damit meint er nicht den letzten Winter, der keiner war, sondern mehr den Ablauf der Tätigkeiten, die im Wesentlichen die Natur vorgibt. Sonne Wind und Wetter hätten seiner Mannschaft relativ normale Arbeitsabläufe gesichert. Jetzt ist der Herbst in vollem Gange und zeigt sich mit dem Farbenspiel der Blätter von einer schönen Seite. Daran konnte auch der erste Nachtfrost nichts ändern, der die Frühaufsteher am Montagmorgen zum Scheibenkratzen an ihren Autos zwang.

Eher erinnerte die Stille des Wochenbeginns an Christian Friedrich Hebbels Herbstgedicht, das mit den Worten beginnt „Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah! Die Luft ist still, als atmete man kaum…“

Allenfalls trug der erste Frost dazu bei, das Herabfallen der Blätter zu beschleunigen. Die Normalität im Betriebsablauf des Bauhofes öffnete auch eine Zeitnische für eine schon länger geplante Arbeit im Stadtpark. Dieser bekommt zurzeit eine Dränage, um den Ablauf der Niederschläge zu verbessern. Bei Starkregen hatte es bereits Situationen gegeben, die einem „Land unter“ ähnlich waren. Jochen Johannsen war am Montag dabei, mithilfe eines Kleinbaggers eine 100 Meter lange Dränageleitung zu verlegen. Diese mündet in die unter der Böhmestraße verlaufende Regenwasserleitung.

Ansonsten gilt dem Stadtpark – dem Aushängeschild der städtischen Anlagen – die besondere Zuwendung. Und das im Besonderen zweimal im Jahr: im Frühjahr mit dem Pflanzen der Sommerblumen, denen jetzt die Tulpen- und Narzissenzwiebeln für das nächste Frühjahr folgen. Im Gange ist immer noch der zweite Heckenschnitt. Immerhin sind – verteilt aufs ganze Stadtgebiet – an die 20  000 Quadratmeter Hecke von Hand zu schneiden. Zwei Mitarbeiter des Bauhofs waren am Montag auf dem Spielplatz am Weizenweg mit der dortigen Hecke beschäftigt. Auf den insgesamt 20 Kinderspielplätzen gilt es zudem, die Spielgeräte zu überprüfen.

Den Winterdienst vorzubereiten, dazu ist noch ein wenig Zeit. Bis dahin gilt es für die Bauhofmannschaft, im Griff zu behalten, was ihr der Herbst an Arbeit beschert. Für romantische Gedanken bleibt kaum Muße, auch nicht für das, was laut Hebbel „raschelnd fern und nah herab fällt von den Bäumen“. Der Lyriker aus Wesselburen in Dithmarschen dachte dabei eher an Früchte. Die Mannschaft von Stadtgärtner Johannsen denkt mehr an die herabfallenden Blätter, auf denen man bei feuchtem Wetter ausrutschen könnte.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 10:51 Uhr

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