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Nordfriesland Tageblatt

03. Dezember 2016 | 16:49 Uhr

Niebüll : Bahn frei zur Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In vier Wochen sollen die Pflastersteine am Rathausplatz durch ebene Platten für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte mit Rollator ersetzt werden.

Die Stadt kommt auf dem Weg, barrierefrei zu werden, ein weiteres Stück voran. Zurzeit ist der Rathausplatz an der Reihe, dessen holperige Oberfläche schon der damaligen Bürgervorsteherin Eleonore Motullo ein Dorn im Auge war. Jetzt ist der städtische Bauausschuss aktiv geworden, fand Zustimmung im Hauptausschuss und schaffte das Plazet der Stadtvertretung, die 70  000 Euro in den Etat 2016 einstellte. So viel kosten die 100 Meter glatter Weg, auf dem ab Mitte nächsten Monats die wichtigsten Ziele vom Rathausplatz ungehindert angesteuert werden können – Ziele wie das Rathaus, die Stadtbücherei, die Apotheke, das Eiscafé, Kaufmann Martensen oder das Haizmann-Museum und die Hauptstraße in südlicher und nördlicher Richtung.

Die Arbeiter auf der Baustelle seien vielfach von Passanten mit Lob überhäuft worden, berichtete Udo Petersen aus dem Amt Südtondern. Rollstuhlfahrer, ältere Bürger, und Gehbehinderte mit Rollator sind froh, dass sie es dort künftig bequemer auf dem Weg von A nach B haben und danken es der Stadt. Als Material für die neuen Gehwege wurden Platten gewählt, die sich farblich an die Pflasterung anpassen.

Die von der Änderung nicht betroffenen Teile des Platzes bleiben unberührt. So behalten die dominierenden Kunstwerke wie „Mütterliche“ (die einmal im Atrium des Kreishauses und heutigen Amtsgebäude stand) und das „Tor der Winde“ ihren Platz. Das gilt auch für die rote Telefonzelle aus der englischen Partnerstadt Malmesbury und andere Bereiche wie das Open-Air-Schachspielfeld, die Rathauseiche und der Platz vor dem Rathaus-Café, wo man sich bei gutem Wetter niederlassen und eine Tasse Kaffee genießen kann. Auch die Ruhebänke bleiben an ihrem Platz, ebenso der Rathausbrunnen, der „Wegweiser“ nach Berlin und die ebenerdige Skulptur in der Mitte des Platzes und die aus der Slowakei importierten Begrenzungssteine. Wenn alles fertig ist, wird zwar dies und das anders sein. Der von den Hamburger Landschaftsarchitekten Wehberg & Lange gestaltete Rathauplatz wird seinen Charakter dennoch behalten.

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erstellt am 24.Mai.2016 | 10:46 Uhr

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