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Nordfriesland Tageblatt

25. Juni 2016 | 12:39 Uhr

Großübung : Auf den Spuren vermisster Personen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeinsam mit Gästen der Freiwilligen Feuerwehr Frankfurt absolvierten die Ladelunder Kameraden eine Übung mit der Rettungshundestaffel.

Gemeinsame Aus- und Fortbildungsmaßnahmen verschiedener Rettungshundestaffeln führten dieser Tage zu einem mehrtägigen Besuch von Hessen in Nordfriesland. Zwölf Rettungshundeführer und zwei Helfer aus Frankfurt reisten mit ihren hochsensiblen Vierbeinern an und schlugen in Langenhorn/Mönkebüll in Ferienwohnungen ihr Quartier auf, um von dort aus in verschiedenen Regionen des Kreises Nordfriesland Trainingseinheiten durchzuführen.

Im Zuge dieser Übungen folgten sie auch einer Einladung ihrer Ladelunder Kollegen, auf dem Gelände des einstigen Bundeswehr-Gerätedepots Ladelund eine Flächensuche zu absolvieren. Bei dieser geht es für die Hunde und deren Führer darum, ihnen unbekannte, versteckte Personen aufzufinden und zu verbellen. Das Training unterscheidet sich vom „Man-Trailing“, bei dem die Hunde gezielt bestimmte Personen aufzuspüren haben, deren Geruch ihnen vermittelt wurde. „Dankenswerterweise war der Leiter des Depots auf Anfrage sofort bereit, uns das Gelände und das alte Kasino-Gebäude für Übungszwecke zur Verfügung zu stellen“, so der Ladelunder Ortswehrführer Dirk Johannsen, der zugleich auch als Chef der Rettungshundestaffel amtiert.

Aufgeteilt in drei Gruppen galt es für die Hunde und die Führer zweier Gruppen zunächst, teils in Waldstücken, teils in der Nähe von Containern jeweils vier versteckte Personen ausfindig zu machen und zu verbellen, während die dritte Abteilung sich bei einer Suche nach Personen in einem Gebäude zu bewähren hatte.

Auch hier waren – auf unterschiedlichen Ebenen – jeweils vier den Hunden nicht bekannte Personen versteckt. „Da die Rettungshunde darauf trainiert sind, alles, was nach Mensch riecht, zu wittern und extrem empfindliche Nasen haben, lösten sie ihre Aufträge hervorragend“, freute sich Annette Johannsen, die mehrfach zu den aufgefundenen Vermissten gezählt hatte.

Die Ladelunder Staffel umfasst aktuell zehn Teams, deren Hunde zwischen zwei und zehn Jahre alt sind und höchst unterschiedliche Stände ihrer Ausbildung aufweisen. Ihre Führer sind ausgebildete Feuerwehrleute, Absolventen von Kursen in Erster Hilfe und des Funkens kundig. Sie haben seit November 2012 genau 14 ernste Einsätze geleistet, davon zwei in einer Nacht. All dies kam nach dem Ende der sechseinhalbstündigen Übung zur Sprache, als man sich im Feuerwehrgerätehaus zu einem geselligen Beisammensein traf, zu dem sich auch der Ladelunder Bürgermeister Rüdiger Brümmer und der Amtswehrführer des Amtes Südtondern, Hans-Jürgen Breckling, hinzugesellten. Die Gäste aus Frankfurt klagten, ihre Hunde und sie selbst seien den nordfriesischen Wind nicht gewohnt, sodass dieser ihre Arbeit erschwert habe. Insgesamt gesehen aber zogen alle Teilnehmer ein positives Fazit ihres Vorhabens: „Wir haben viel gelernt, unseren Spaß gehabt und wollen deshalb Treffen dieser Art gerne einmal wiederholen.“

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erstellt am 04.Sep.2013 | 00:36 Uhr

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