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Nordfriesland Tageblatt

27. August 2016 | 01:23 Uhr

Bürgermeister in Leck : Auf Anhieb zum Wahlsieger

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am 1. April hat Leck einen neuen Bürgermeister: Andreas Deidert konnte 55,1 Prozent der Wähler für sich gewinnen.

Kaum, dass gestern das erste Zwischenergebnis um 18.10 Uhr im Saal des Lecker Rathauses veröffentlicht wurde, herrschten an den Stehtischen rege Diskussionen. Denn obwohl die auf eine Leinwand projizierten Zahlen selbst nur schwer zu erkennen waren, sprachen die Farben in der Tabelle zu den drei Kandidaten von Anfang an eine eindeutige Sprache. Überraschend hoch war die Säule des Herausforderers Andreas Deidert, der damit schon beim Ergebnis aus dem Wahlbezirk 5 (Oster-Schnatebüll) die absolute Mehrheit erhielt – und sie auch in den nachfolgenden Auszählungen nicht mehr abgab.

Etwa 50 Personen waren ins Rathaus gekommen, um die vom Amt Südtondern übertragenen Wahlzwischenstände live zu verfolgen. Auch die drei Kandidaten für das Lecker Bürgermeisteramt, Rüdiger Skule Langbehn, Andreas Deidert und Udo Jankowski, waren mit dabei und schauten gebannt auf die Leinwand. Deidert gesellte sich zu seiner Familie, um die alle paar Minuten eintreffenden Ergebnisse aus den insgesamt sieben Wahlbezirken abzuwarten. Und nachdem sich seine Mehrheit auch nach dem vierten Zwischenstand nicht änderte, wurde das Grinsen breiter. Schon begannen die ersten Bürger, dem 52-Jährigen zu gratulieren. Obwohl erst um 18.47 Uhr offiziell feststand, was sich früh anbahnte: Die Lecker wählten mit 55,1 Prozent Andreas Deidert zum neuen Bürgermeister. Ein Erfolg, den die Anwesenden mit einem langanhaltenden Applaus quittierten.

Rüdiger Skule Langbehn war der Erste, der dem Wahlsieger mit einem Blumenstrauß gratulierte. „Ich wünsche meinem Amtsnachfolger viel Glück“, sagte Langbehn (21 Prozent/  492 Stimmen) an. „Er kann mit meiner Unterstützung rechnen.“

Deidert selbst, der fortan viele Hände zu schütteln hatte, überraschte das eindeutige Ergebnis (1289 Stimmen). „Ich hatte mit einer Stichwahl gerechnet“, sagte er. „Heute Abend werde ich mit einem Whisky oder wahlweise einem Sekt anstoßen, denn ich glaube, ich habe etwas zu feiern.“

Udo Jankowski (558 Stimmen) schaffte mit 23,9 Prozent das zweitbeste Ergebnis. „Zum zweiten Mal Zweiter zu werden – das ist ein gutes Resultat“, bilanzierte er mit einem Schmunzeln. Der 52-Jährige stellte jetzt schon in Aussicht, in sechs Jahren erneut kandidieren zu wollen. „Aller guten Dinge sind bekanntlich drei.“

Der noch amtierende Bürgermeister Langbehn nahm seine Wahlniederlage gefasst auf. „Die Bürger haben sich entschieden. Es ist alles gut“, versicherte er. „Das ist Demokratie.“

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erstellt am 25.Jan.2016 | 06:00 Uhr

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