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Nordfriesland Tageblatt

02. Dezember 2016 | 21:17 Uhr

Andacht für das neue Gemeindehaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

850000 Euro kostete der Neubau in Lindholm, der jüngst mit einem festlichen Nachmittag eingeweiht wurde

Das Wetter war gut, die Kaffeemaschine funktionierte, Kaffee und Kuchen schmeckten vorzüglich, und auch der Anlass konnte sich sehen lassen. Der Anlass? Das war das neue Gemeindehaus am Grutstich, einen guten Steinwurf von der Kirche St. Michaelis entfernt, das jüngst von einer breiten Öffentlichkeit begutachtet und auch gleich genutzt wurde. Erbaut wurde das Haus von der politischen Gemeinde und vermietet an die Kirchengemeinde.

Es ist noch nicht lange her, als sich die Kirchengemeinden Risum und Lindholm zur Kirchengemeinde Risum-Lindholm zusammenschlossen. Anlass dazu bot die Zurruhesetzung von Pastor Hans Peter Spießwinkel. Hinzu kam, dass der emeritierte Pastor das Pastorat erwarb und der Ortsteil Lindholm ohne Gemeindehaus blieb. Ein 9,6 Kilometer langes Dorf, zwei Kirchen und nur das Risumer Pastorat, zu dem die Lindholmer den langen Weg wohl kaum in Kauf nehmen würden, um Veranstaltungen in dessen Gemeindesaal zu besuchen.

Ein Unding also? Stimmt. Aber es beflügelte Gespräche zwischen der Kirchen- und politischen Gemeinde, die im Plan mündeten, ein „Lindholmer“ Gemeindehaus zu bauen. Es traf sich gut, dass die Gemeinde ein kirchennahes Baugebiet erschloss, auf dem ein Gemeindehaus Platz finden konnte.

Nach den Plänen der Niebüller Architektin Ursula Limbrecht und ihres Partners Oliver Jensen entstand für Kosten von 850  000 Euro ein schmucker Backsteinbau mit einem Gemeindesaal für etwa 70 Personen, Funktionseinrichtungen und einer Einliegerwohnung, in der Gemeindevikar Johannes Hacker mit seiner Familie die kommenden zwei Jahre wohnen und nach ihm ein Gemeinde-Kümmerer Platz finden wird.

Pastorin Katja Pettenpaul leitete den festlichen Nachmittag im bis auf den letzten Platz besetzten Neubau mit einer Andacht ein. Ausdruck des Dankes, der Freude und Anerkennung waren Lob, Dankeslieder und Gebet und diese Worte der Pastorin: „Alles, was jetzt in diesem Hause folgt: Auf all das freue ich mich.“ Die Kirchengemeinde möge ein Ort sein, an dem jedermann willkommen ist. „Möge auch dieses Haus ein guter Ort sein.“

Bürgermeister Hauke Christiansen und seine Gemeindevertretung sehen die örtliche Kirchengemeinde mit den beiden Gotteshäusern und je zwei Friedhöfen und Gemeindehäusern gut aufgestellt. „Wir haben auch dazu beigetragen, dass unsere älteren Bürger ihren Kirchen nahe sind“, davon ist Risum-Lindholms Bürgermeister fest überzeugt.

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erstellt am 06.Sep.2016 | 11:02 Uhr

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