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Nordfriesland Tageblatt

25. Mai 2016 | 05:19 Uhr

Feuerwehr : 3137 Stunden ehrenamtlich im Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Freiwillige Feuerwehr Niebüll-Deezbüll wurde 2016 zu 104 Einsätzen gerufen / Von Großeinsätzen bis zum Papagei im Baum alles dabei

„Die Stadt hat mit ihren Feuerwehren eine tolle Mannschaft.“ Das erklärte Bürgermeister Wilfried Bockholt auf der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll (FFND) in der Feuerwache. Er attestierte der Wehr einen fantastischen Teamgeist und dankte ihr für die stete Einsatzbereitschaft.

Dass der Dienst in der Feuerwehr zuweilen mit Gefahren verbunden ist, zeige der Tod eines Feuerwehrkameraden aus Marne, erklärte Wehrführer Uwe Mussack, der zusammen mit seinem Stellvertreter Sönke Hansen den Jahresbericht erstattete. Danach sei das vergangene Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Niebüll-Deezbüll ein ganz normales Jahr gewesen. Die Wehr wurde 104 auf den Weg gerufen: 28 Mal zu Bränden, davon zu drei Großfeuern in der Nachbarschaft und 25 Mal vergeblich, weil der Ruf sich als Fehlalarm herausstellte. 43 Mal wurde technische Hilfe geleistet. Bei zwei Verkehrsunfällen wurden acht Personen gerettet und eine nur noch tot geborgen. Ansonsten war Vielfalt angesagt wie „Keller unter Wasser, Baum auf Straße, Papagei auf Baum, Öl ausgelaufen, Wasserrohrbruch, Personensuche und eine Türöffnung.“ Bei einigen Einsätzen musste zur Kasse gebeten werden, wobei 23  000 Euro in die Stadtkasse flossen.

Niebüller Feuerwehrleute leisteten 3137 (ehrenamtliche) Einsatzstunden – einen Großteil 62 Mal tagsüber zwischen 6 und 18 Uhr und während der Arbeitszeit. 22 Einsätze wurden überörtlich gefahren. Bei größeren Einsätzen war die FF Langstoft mit dabei, auch das DRK, das THW sowie Rettungsdienst und Bauhof.

In die Ausbildung wurden 2900 Stunden investiert, darunter auch die Schulung für Spezialisten in der Wehr und die Atemschutzgeräteträger sowie „Höhenretter“. Hinzu kommen Erste-Hilfe- und Sanitätskurse. Der Kreis- und Amtswehr wurden Ausbilder zur Verfügung gestellt sowie Lehrgänge besucht. Bei besonderen Veranstaltungen wurden Brandwachen gestellt. In Kitas und Schulen waren Brandschutzerzieher zu Gast. Im Hallenbad hielten sich die Schwimmer der Wehr fit. Kameradschafts- und Sommerfest, Ausflüge, Seniorenkaffee und Lotto für die Passiven durften auch nicht fehlen. Und: Zu den Wehren ringsum bestehen nach wie vor gut nachbarschaftliche Kontakte.

Personell ist die Wehr mit 88 Einsatzkräften, darunter sieben Frauen, gut aufgestellt. Das gelte auch, wie es hieß, für Ausbildungsstand und Verfügbarkeit. Mit dem Durchschnittsalter von 38,2 Jahren sieht sich die FFND als junge Wehr. Um die Attraktivität zu erhöhen und das Ehrenamt zu würdigen, werden Überlegungen angestellt. Die Wehr zählt zurzeit 18 Ehrenmitglieder – und 30 Nachwuchskräfte in der Jugendfeuerwehr.

Technisch sieht sich die Wehr ebenfalls „gerade vor“ und hervorragend ausgestattet. Star im „Fuhrpark“ ist das nagelneue HLF 20, bei seiner Indienststellung spektakulär begrüßt und im Einsatz insoweit von Vorteil, als es mit den meisten der wichtigsten Hilfs- und Rettungsgeräten ausgestattet ist. Die ersten Fahrzeugeinheiten wurden mit Digitalfunk ausgestattet. Der Freundeskreis Notfallrettung schenkte der Wehr einen neuen Defi, der mobil eingesetzt werden kann.

Einmal mehr wurde deutlich, dass „Feuerwehr heute“ weitaus mehr und vielfältiger ist als noch vor wenigen Jahren. Die Technik hat sich verändert und fordert qualifiziertes Handling. Die Liegenschaft am Peter-Schmidts-Weg braucht stete Pflege. Mit einer App informiert die Wehr auf Facebook über sich – und wurde im Vorjahr 90  000 Mal angeklickt, bekam 650 „Likes“.

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erstellt am 11.Jan.2016 | 17:46 Uhr

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