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Nordfriesland Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:08 Uhr

Benefizlauf : 24 Stunden für einen guten Zweck

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Organisatoren des Benefizlaufs „Loop för dat Leven“ freuten sich über einen reibungslosen Ablauf der Niebüller Großveranstaltung.

Der TSV-Rotweiß Niebüll, der Förderverein Wilhelminen-Hospiz Niebüll und das Hospiz können zufrieden sein. Die große Benefizveranstaltung aus Anlass zweier Hospiz-Geburtstage wurde ein voller Erfolg. „Wir denken daran, diese Veranstaltung alle zwei Jahre zu wiederholen“, erklärte Hospiz-Geschäftsführerin Christel Tychsen zum Abschluss der Veranstaltung, die im Veranstaltungskalender der knapp 10 000-Einwohnerstadt etwas bisher Einmaliges war. Das finanzielle Ergebnis steht noch nicht fest. Der Betrag dürfte nach Schätzung der Geschäftsführerin bei einigen tausend Euro liegen.

Die beiden Geburtstage – das Hospiz besteht seit fünf, der ambulante Hospizdienst seit 20 Jahren – waren es nicht allein, die es zu feiern galt. Die Veranstaltung hatte auch einen anderen Grund – genauer gesagt einen wirtschaftlichen Anlass. Denn: Das Hospiz muss einen Anteil der Betriebskosten selbst erwirtschaften. Wie? Das bleibt dieser Einrichtung überlassen. Kreativität ist also gefragt. Irgendwann kam die Idee für diese Veranstaltung, an der Menschen jeden Alters beteiligt waren. Sie nahmen, wie man landläufig sagt, „die Beine in die Hand“, liefen eine oder mehrere der 1300 Meter langen Runden durch den Westen der Stadt, zahlten ein Startgeld – und taten sich und der Sache einen guten Dienst. Dann und wann mag auch über den Leitgedanken der Hospizbewegung gesprochen worden sein, in deren Mittelpunkt kranke, sterbende und trauernde Menschen stehen – Menschen, die qualifiziert versorgt und begleitet werden wollen, wie es in der Hospizarbeit heißt.

Das kam auch bei der Eröffnung der Großveranstaltung zum Ausdruck. Christel Tychsen dankte in ihrem Willkommensgruß dem Ehrenamt, „ohne das vieles bei uns nicht möglich wäre.“ Diesem Dank schloss sich auch Landrat Dieter Harrsen an. „Der Erfolg der Hospizarbeit zeigt deren Notwendigkeit“, rief er den Niebüllern zu und ließ Zuversicht für eine Erweiterung des Hospizes anklingen. Bürgermeister Wilfried Bockholt machte eine tiefe Verbeugung vor allen, die den Hospizgedanken in Gang gebracht und realisiert haben, lobte vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit und meinte, das Hospiz sei heute nicht mehr wegzudenken. „Hier in Niebüll findet Sterben mitten in pulsierendem Leben statt.“ Er und Carsten Thiesen dankten den Sportlern und Akteuren der Veranstaltung – Thiesen im Namen des Fördervereins, der auch einen Anteil an den laufenden Betriebskosten leistet.

Während die 450 Läufer unterwegs waren, rollte ein buntes Rahmenprogramm ab. Es wären sicher mehr Besucher auf den Sportplatz der Friedrich-Paulsen-Schule und in die Mensa gekommen, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Zum Start der Läufer herrschte zwar ideales „Langlaufwetter“. In den letzten beiden Stunden vor dem Finale schien sogar die Sonne. Aber dazwischen gab es immer wieder Schauer, die deutlich auf die Besucherzahlen drückten. Dennoch rollte das Rahmenprogramm planmäßig ab.

Der Freie Fanfarenzug Niebüll machte den Anfang. Musikalisch (und rhythmisch) folgten die Trommler aus Enge-Sande und die „Inspringer“ sowie „Joyride“. Manfred Burmeister öffnete sein Puppentheater. Die Wilhelminen-Boutique präsentierte eine Modenschau. Die Kinder konnten nach Herzenslust spielen und toben. Bei einer Tombola gab es etwas zu gewinnen. Für das leibliche Wohl sorgten die Landfrauen und der DRK-Ortsverein.

Die örtlichen Service-Clubs, der Ladies-Circle, die Old-Tabler und die Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) taten sich zu einem 2000-Euro-Scheck zusammen, den sie Christel Tychsen überreichten. Unterstützt und gesponsert wurde die Benefizveranstaltung durch die Stadt Niebüll, die Nospa, VR-Bank, die GHD-Gesundheits GmbH und die FPS. Alle Helfer, Gruppen und Akteure traten ohne Gage auf.

Den Abschluss der Benefizveranstaltung bildete die Siegerehrung. Einsame Spitze war Ulrich Zink aus Bremen, der 24 Stunden auf den Beinen war. Staffel- und Gruppensieger wurden: Vereine: SV Enge-Sande; Firmen: Team Deter, Fri Övingfloose; Schulen: Mittelstufe der FPS; Familien: Dat löppt, Niebüll; Einzelsieger Männer: Malte Pontoppidan (Freie Waldorfschule, Flensburg), Frauen: Inge Brandts (MTV Leck).

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erstellt am 18.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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