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Nordfriesland Tageblatt

25. Oktober 2014 | 01:07 Uhr

131 000 Nordfriesen haben die Wahl

vom

Statt drei sind nur noch zwei Landtagsmandate im Kreisgebiet direkt zu vergeben / Kreishaus am Sonntagabend für jedermann geöffnet

Nordfriesland | Können die Christ demokraten ihre Direktmandate in Nordfriesland behaupten oder werden die Karten bei der vorgezogenen Landtagswahl neu gemischt? Beantwortet ist diese spannende Frage, wenn die Wahllokale morgen pünktlich um 18 Uhr schließen. Insgesamt sind mehr als 131 000 wahlberechtigte Nordfriesen dazu aufgerufen, am Sonntag mit ihrem Votum über die künftige Zusammensetzung des Landesparlaments in Kiel mitzubestimmen. Viele haben die "Qual der Wahl" für sich bereits aufgelöst, denn der Trend zur Briefwahl hält an. Diese läuft schon seit Anfang April.

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Insgesamt 19 Direktkandidaten , darunter ein Einzelbewerber, und elf Parteien hoffen am Sonntag auf die Gunst der Wähler. Nach der Neuschneidung der Wahlkreise sind in Nordfriesland statt ehemals drei nur noch zwei Direktmandate zu vergeben. Zum Wahlkreis 1 (Südtondern) zählen die nordfriesischen Inseln Sylt Föhr und Amrum, das Festland Südtonderns und zehn Gemeinden aus dem Amtsbereich Mittleres Nordfriesland mit insgesamt rund 62 000 Wahlberechtigten. Das südliche Kreisgebiet mit Pellworm, Nordstrand und den Halligen zählt zum Wahlkreis 2 (Husum). Hier sind 69 000 Menschen zum Urnengang aufgerufen.

Logistisch ist alles vorbereitet. In 194 Wahllokalen im Kreisgebiet sorgen am Sonntag rund 1500 ehrenamtliche Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Die Wahlurnen stehen bereit und die Stimmzettel sind schon vor Wochen auf die einzelnen Bezirke verteilt worden.

Auch wenn es angesichts der neu geschnittenen Wahlkreise zu Veränderungen kommt und die Demoskopen durch die erstmals antretenden Piraten Verschiebungen im Wählerspektrum prog nostizieren: Im Rennen um die Erststimmen und damit die beiden Direktmandate dürfen sich Christ- und Sozialdemokraten nach wie vor die besten Chancen ausrechnen. Im Wahlkreis Südtondern treffen die beiden Landtagsabgeordneten Astrid Damerow (CDU) und Dr. Gitta Trauernicht (SPD) aufeinander. Damerow hatte den Wahlkreis im September 2009 direkt geholt, Trauernicht trat damals noch im mittleren der drei alten Wahlkreise an. Diesen holte ihr Kontrahent, der jetzt scheidende Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Trauernicht zog seinerzeit über die SPD-Landesliste in den Landtag ein. Im Wahlkreis Husum treffen zwei aussichtsreiche Kandidaten ohne Parlamentserfahrung aufeinander: Klaus Jensen (CDU) und Stefan Runge (SPD). Die eine oder der andere dürfen sich zudem noch Hoffnungen machen, über die Landeslisten ihrer Parteien in den Landtag einzuziehen.

Alle Ergebnisse aus den Wahlbezirken laufen morgen wieder im Husumer Kreishaus zusammen, das von 18 Uhr an für jedermann geöffnet ist. Bürger und Politiker können an Leinwänden und am Fernseher live verfolgen, wie sich nach und nach Trends abzeichnen. Dabei fließen vier Ergebnisse aus Nordfriesland auch in die Hochrechnungen auf Landesebene ein: Schwabstedt, Garding, Wyk und Husum. "Offiziell rechnen wir gegen 21 Uhr mit den vorläufigen amtlichen Endergebnissen für die beiden nordfriesischen Wahlkreise", sagen der zuständige Fachdienst-Leiter Harry Schröder und der Wahlexperte des Kreises, Thorsten Thomsen. Klappt alles reibungslos, kann sich die Spannung aber durchaus deutlich früher lösen. Wer das Wahlgeschehen morgen von zu Hause aus verfolgen möchte, findet im Internet Details: www.nordfriesland.de und www.shz.de.

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erstellt am 05.Mai.2012 | 07:34 Uhr

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