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Nordfriesland Tageblatt

26. Februar 2017 | 20:17 Uhr

Im Gespräch : 1,4 Millionen für zwei Bauvorhaben

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Sinnvoll oder nicht? Risum-Lindholms Gemeindevertreter diskutieren über den Bau eines neuen Kindergartens und eines Kunstrasenplatzes

Die 17. Sitzung der Gemeindevertretung war bestimmt von einer lebhaften Debatte um zwei größere Bauvorhaben, die die Gemeinde annähernd 1,4 Millionen Euro kosten dürften. Im Ortsteil Risum an der künftig leerstehenden Herrenkoog-Schule soll ein neuer Kindergarten gebaut werden. Gleich nebenan will die Gemeinde einen Kunstrasenplatz anlegen.

Für den neuen Kindergarten, für den die Gemeindevertretung Bedarf anerkennt, war ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden, an dem sich vier Architekten beteiligten. Alternativ kam die Möglichkeit ins Spiel, die nach Ablauf dieses Schuljahres leerstehende Schule dafür zu nutzen. Dieser Gedanke wurde jedoch zugunsten eines Neubaus verworfen. Über die von den Architekten eingebrachten Ideen kam vorerst noch keine Einigung zustande, außer dass die Notwendigkeit eines schlüssigen Konzepts betont wurde. Für die künftige Nutzung des noch gut erhaltenen Schulgebäudes soll eine Lösung angestrebt werden. Über die vier Vorschläge für einen Neubau besteht, wie die Aussprache ergab, noch Nachbesserungsbedarf. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass für den neuen Kindergarten mit Kosten von etwa 500  000 Euro zu rechnen sein wird. Die Entscheidung, welche der vier Ideen den Vorstellungen der Gemeinde am nächsten kommt, ist demnach noch offen.

Dem Beispiel Niebülls folgend, will die Gemeinde dem SV Frisia 03 einen Kunstrasenplatz bauen. Als Standort für den Platz ist (trotz der dort ungünstigeren Bodenverhältnisse als in Lindholm) das Risumer Schulgelände vorgesehen. Mitsamt einer Tartanbahn wird für dieses Vorhaben mit Kosten von 900  000 Euro gerechnet.

Gemeindevertreter Julis Dohrn sprach sich gegen dieses Vorhaben aus. „Wir dürfen nicht beibleiben, immer nur einen Verein zu begünstigen“, erklärte er. Sein Kollege Hans Bruhn hingegen sprach sich dafür aus, „dass wir es machen.“ Auf einen womöglich drohenden „kommunalen Lastausgleich“ verweisend meinte er, dass dieses Vorhaben später womöglich nicht machbar wäre. „Im übrigen nehmen wir niemandem etwas weg“, fügte er hinzu. Dafür plädierte auch Risum-Lindholms Bürgermeister Hauke Christiansen mit dem Hinweis auf die vielen Familien, die mit dem Sport zu tun haben. Am Ende des Treffens wurde dann über die Pläne abgestimmt: 17 Gemeindevertreter votierten für den Kunstrasenplatz, drei dagegen, einer enthielt sich.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 15:15 Uhr

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