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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 21:27 Uhr

Zuwächse nur in der Sauna

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Stadtwerke-Bilanz: Rückgang bei Strom- und Gaskunden / Hallenbad behauptet sich

Die Bewohner der Wilstermarsch schwitzen offenbar gerne. Jedenfalls ist die Sauna im Hallenbad der Stadt Wilster der einzige Bereich, bei dem die Stadtwerke erkennbare Zuwächse verzeichnen können. Auch im Hallenbad selbst gibt es einen leicht gestiegenen Besucherstrom. Das geht aus der Statistik für das erste Halbjahr 2016 hervor. Bei den Strom- und Gaskunden hingegen musste der kommunale Versorgungsbetrieb Verluste hinnehmen – wenn auch nur ganz leichte.

Die jüngsten Verbrauchs- und Kundenzahlen wurden jetzt dem städtischen Werkausschuss vorgelegt, der das Zahlenwerk zustimmend zur Kenntnis nahm. Danach meldet das Hallenbad in den Monaten von Januar bis Juli 27  344 Menschen, die sich in die temperierten Fluten stürzten. Das sind 108 mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, was sich statistisch allerdings nicht wirklich niederschlägt. Ein Zuwachs von immerhin einem Prozent wird aus dem Saunabereich gemeldet. Hier wurden 4984 Gäste registriert, ein Plus von 54.

Deutliche Verluste gab es im Bereich des Hallenbades allerdings bei der hauseigenen Stromerzeugung. So stellen die Stadtwerke für den Betrieb der Photovoltaikanlage ein Minus von 35 Prozent fest, was auf einen defekten Wechselrichter zurückzuführen war. Das Problem ist mittlerweile behoben.

Während sich das Hallenbad in der Publikumsgunst offenbar recht gut behauptet, verloren die Stadtwerke Wilster Kunden bei der Strom- und Gasversorgung. Mit elektrischer Energie wurden im Beobachtungszeitraum 64 Haushalte weniger versorgt. Beim Gas hat sich die Anzahl der Vertriebskunden um 60 verringert. Werkleiter Michael Schjut sprach angesichts dieser Größenordnungen allerdings von vertretbaren Verlusten. Abzuwarten bleibt allerdings, wie viel Bewegung zum Jahresende noch in die Kundenzahlen kommt. Für 2017 wurden vorsorglich schon steigende Strompreise angekündigt, was aber wohl auch alle anderen Anbieter verkraften müssen. Beim Gas hingegen können sich die Verbraucher auf Preissenkungen freuen. Unterm Strich lagen die von den Stadtwerken gelieferten Mengen an Strom und Gas nahezu auf dem Vorjahresniveau. Niedriger fällt allerdings wohl der Jahresgewinn aus. Während es für 2015 noch einen ordentlichen Überschuss von 281  000 Euro aus dem Betrieb gegeben hatte, ist für dieses Jahr ein Plus von lediglich 33  000 Euro in der Bilanz eingeplant. „Ich hoffe, dass wir diese Zahl erreichen“, so Schjut. Auch diese Zahlen nahmen die Mitglieder des Werkausschusses wohlwollend zur Kenntnis.

Da wurde als erfreulich hervorgehoben, dass die ursprünglich für Investitionen geplante Kreditaufnahme um rund 276  000 Euro reduziert werden kann. Der Gesamtbetrag der Kredite für 2016 wurde auf 449    000 Euro festgesetzt. Michael Schjut schließt dabei allerdings nicht aus, dass davon gar kein Gebrauch mehr gemacht werden müsse.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 10:26 Uhr

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