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Norddeutsche Rundschau

04. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Zoll in Itzehoe bildet erstmals aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

18 Anwärter bei Dienstantritt vereidigt / Bundesbehörde will mehr für Nachwuchswerbung tun und Attraktivität als Arbeitgeber steigern

„Sie merken, ich bin mindestens so aufgeregt wie Sie“, begrüßt Miriam Rasched, Leiterin des Hauptzollamtes (HZA) Itzehoe, „ihren“ ersten Ausbildungsjahrgang zur feierlichen Vereidigung. Eine Premiere, nicht nur für die Behördenchefin persönlich, sondern für das gesamte Hauptzollamt. Erst seit Anfang des Jahres ist die Niederlassung des Zolls in der Kreisstadt Ausbildungsstandort. Nun tritt der erste Jahrgang seinen Dienst an.

Zwölf Anwärter für den mittleren, sechs für den gehobenen Dienst starten nach dem Eid in ihre zwei- beziehungsweise dreijährige Ausbildungszeit. „Ein spannendes und interessantes Berufsfeld erwartet Sie“, verspricht Rasched, die die neuen Möglichkeiten in der Personalpolitik im Gespräch mit unserer Zeitung begrüßt. „Wir waren bisher immer von Personalzuweisungen abhängig. Ausgebildet wurde nur in Kiel und Hamburg. Nun sind wir flexibler in der Planung und können die Bewerber selbst auswählen.“

Dass Itzehoe zum Ausbildungsstandort wurde, ist Teil einer Gesamtstrategie, um die Bundesbehörde als Arbeitgeber attraktiver zu machen, so Rasched. „Die einzelnen Hauptzollämter sollen so besser in den Regionen verankert werden.“ Denn der demografische Wandel sei spürbar, und der Zoll konkurriere nicht nur mit der freien Wirtschaft, sondern auch mit Finanzämtern, Bundeswehr und Polizei um die fähigsten Nachwuchskräfte. Das „Verankern“ scheint zu funktionieren – bis auf wenige Ausnahmen kommen alle neuen Anwärter aus der Region. Sie haben nun während ihrer praktischen Ausbildung in den verschiedenen Abteilungen des HZA Itzehoe den Vorteil kürzerer Wege, reisen nur für den theoretischen Teil an die zentralen Einrichtungen des Zolls, etwa nach Münster.

Um ihre Behörde nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für die rund 700 vorhandenen Mitarbeiter an den verschiedenen Standorten im westlichen Schleswig-Holstein als Arbeitgeber attraktiver zu machen, legt Rasched besonderen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Da haben wir viel vor, wollen eine Lebensphasen berücksichtigende Führungskultur entwickeln und die Mitarbeiter unterstützen, die Kinder betreuen oder Angehörige pflegen.“ Auch ein modernes betriebliches Gesundheitsmanagement soll die Motivation der Zollbeamten erhöhen.

Zur Wahl eines „fantastischen Berufs“ gratuliert Steinburgs Kreispräsident Peter Labendowicz den frischgebackenen Zoll-Anwärtern. „Unserem Land geht es gut, aber unser Staat kann nur funktionieren, wenn das Finanzielle stimmt.“ Dafür zu sorgen, sei Aufgabe des Zolls, der damit Wirtschaft und Gesellschaft diene und zu den „unverzichtbaren Berufssparten zähle: „Unser Land benötigt Menschen wie Sie.“


>Das HZA Itzehoe sucht aktuell bereits neue Bewerber für den Ausbildungsjahrgang 2017. Informationen unter www.zoll.de.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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