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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 21:45 Uhr

Ausbildung : „Zentrale Bildungsmesse im Norden“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rainer Kattge und Christel Butenschön organisieren die Azubiz. Im Interview berichten beide von einem zunehmenden Interesse bei Schülern und Firmen.

Am Freitag, 23. September, von 8.30 bis 13 Uhr verwandelt sich das Regionale Berufsbildungszentrum (RBZ) in Itzehoe in ein Messegelände. Dann findet die Azubiz statt, auf der sich Interessierte umfassend über Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren können. Die RBZ-Lehrer Rainer Kattge und Christel Butenschön organisieren die Azubiz. Sie sprechen über die Bedeutung der Ausbildungsmesse.

Wie sahen die Azubiz-Anfänge aus?

Rainer Kattge: Die Messe ist im Jahr 2000 am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Steinburg gestartet, organisiert von meinem Kollegen Bernd Krohn. Für die Nordjob-Messe hatte man Räume gesucht und die Idee entwickelt, eine gemeinsame Messe zu organisieren. Die Nordjob in der Sporthalle, der Tag der beruflichen Bildung zur Präsentation der Bildungsmöglichkeiten am RBZ Steinburg.

Wann stießen die neuen Partner dazu und warum?

Kattge: Im Jahr 2012 wurde der Tag der beruflichen Bildung ergänzt durch die neue Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. Wir haben in Gesprächen seinerzeit die Chance gesehen, das Team der Organisatoren sinnvoll zu erweitern. Alle waren ja vorher schon bei der Messe engagiert, aber eben noch nicht bei der aktiven Mitorganisation.

Christel Butenschön: Dadurch ist es uns gelungen, die Messe noch attraktiver zu gestalten. Mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit ist es gelungen, alle Bildungsbereiche abzudecken, bis hin zum Studium. Und der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag ist als Multiplikator wichtig, um in der Region bekannt zu machen, welche beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten es hier gibt. Vielen Ausbildungssuchenden ist es einfach nicht bekannt, welche enorm vielfältigen Möglichkeiten Steinburger Unternehmen bieten. Bis hin zu dualen und trialen Studiengängen oder interessanten Auslandstätigkeiten.

Wie können sich Besucher vorab informieren?

Kattge: Vorteilhaft ist dafür vor allem die Kommunikation über die sh:z-Online-Plattform „azubiz.info“. Wo gibt es eine derartige Plattform, über die junge Menschen so umfangreiche an Ausbildungsangebote kommen können? Zumal die Plattform zeitlich unbegrenzt zugänglich ist, Interessierte, können auch nach der Messe Kontakt halten.

Butenschön: Während man Informationen zu Fragen zu Ausbildung und Studium meist aus unterschiedlichen Quellen zusammentragen muss, werden diese hier gebündelt und konkret offeriert. Auf diesen Seite präsentieren sich außerdem Unternehmen mit Kurzfilmen, um einen Eindruck von ihrem Betrieb und den gegebenen Ausbildungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Wie verlaufen die Vorbereitungen in Ihrem Haus?

Butenschön: Die Maschinerie Azubiz läuft im Grunde übers ganze Jahr. Im Januar gibt es Vorbereitungsgespräche mit den Unternehmen, im Frühjahr mit den Lehrkräften aus den Gemeinschaftsschulen des Kreises und mittlerweile auch Gymnasien. In unserer Schule engagieren sich natürlich auch alle Lehrkräfte, um die Ausbildungsberufe von ihren Schülerinnen und Schülern präsentieren zu lassen. Und bis zum 23. September gibt es natürlich viel Richtung Messevorbereitung und Erstellung von Orientierungshilfen zu tun.

Kattge: Die Jugendlichen werden – und das ist eine entscheidende Besonderheit dieser Messe – insbesondere praktisch an mögliche Berufsziele herangeführt, entsprechend werden die Stände und Räumlichkeiten gestaltet. Bei der Azubiz kann jeder auch handwerklich tätig werden. DieBetriebe und unsere Auszubildenden bereiten entsprechende Angebote vor.

Gibt es für Jugendliche die Möglichkeit, sich auf die Messe vorzubereiten?

Butenschön: Wir empfehlen den Lehrkräften eine Vorbereitung für die Schüler, das erleichtert es den Jugendlichen, sich gezielt zu informieren und die Chancen des Messebesuchs zu nutzen. Sie haben über die Online-Plattform bereits im Vorfeld der Veranstaltung die Möglichkeit, Gesprächstermine mit den Unternehmen für den Messetag zu vereinbaren. Die Lehrkräfte erhalten Orientierungshilfen, mit denen sie die Schüler gezielt vorbereiten und auf eine zielorientierte Erkundungstour durch die Messe schicken können.

Kattge: Diese Plattform bietet auch den Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, frühzeitig Kontakt mit den an einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz interessierten Schüler aufzunehmen.

Welche Bedeutung hat die Messe erlangt?

Kattge: Die Azubiz hat sich zur zentralen Bildungsmesse im norddeutschen Raum entwickelt. Auch für Jobcenter und Agentur für Arbeit ist es die Messe, auf der sie gezielt junge Menschen erreichen.

Butenschön: Wir sind stolz auf das Alleinstellungsmerkmal der Azubiz. Es präsentieren sich dort nicht nur Betriebe, sondern zugleich auch das Regionale Berufsbildungszentrum mit seinem Bildungsangebot. Das bietet keine andere Ausbildungsmesse. Zumal hier das Gespräch auf Augenhöhe erfolgt, vornehmlich Auszubildende erzählen Schülern, was sie im jeweiligen Beruf erwartet. Das senkt die Hemmschwelle für ein Gespräch und macht die Informationen noch glaubwürdiger.

Wie sehen Sie die Azubiz in der Zukunft?

Kattge: Weiterhin auf einem guten Weg. Die Messe wird hervorragend angenommen, sowohl Aussteller- als auch Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr. Wir haben mit 30 Unternehmen begonnen, mittlerweile sind wir bei 90 Ausstellern und freuen uns über mehr als 2000 Besucher. Wir gehen von weiter steigenden Zahlen seitens der Aussteller aus, weil vermehrt die Notwendigkeit für die Betriebe besteht, aktiv auf die Auszubildenden zuzugehen.

Wird es noch Veränderungen geben?

Kattge: Wir denken auch darüber nach, die Probleme der Zuwanderer in unserer Region künftig mit aufzunehmen. Berufliche Möglichkeiten könnten entweder eigenständig oder in Ergänzung zur Messe aufgezeigt werden.

Butenschön: Immer wieder beschäftigt uns auch die Frage, wie wir die Orientierung für die Besucher auf der Azubiz weiter verbessern können. Bisher setzen wir Raumskizzen, Orientierungsübersichten und Schülerscouts ein, möchten aber gerne, dass Schüler des RBZ Steinburg eine App entwickeln, die die Besucher gezielt an den gewünschten Stand führt.

 

>Informationen/Kontakt unter azubiz.info oder telefonisch unter 04821/683-0

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erstellt am 13.Sep.2016 | 15:00 Uhr

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