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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 00:13 Uhr

Kreistag : Zehn Stunden mehr für die Gleichstellungsarbeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Steinburger Kreistag hat mit großer Mehrheit für die Aufstockung der Wochenarbeitszeit gestimmt.

Der Steinburger Kreistag hat die Gleichstellungsarbeit deutlich aufgewertet. Statt bisher 25 Stunden wird die Gleichstellungsbeauftragte künftig 35 Stunden pro Wochen tätig sein. Zu einer Vollzeitstelle mit 39 Wochenstunden, wie von SPD und Grünen gefordert, konnte sich die Mehrheit bei ihrer jüngsten Sitzung nicht durchringen.

Die Gleichstellungsbeauftragte Tinka Frahm hatte sich immer eine Erweiterung der Arbeitszeit gewünscht, doch erst mit ihrer Kündigung wurde ihre Forderung erfüllt. Die Hamburgerin wird zum 1. November neue Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Pinneberg (wir berichteten). Aufgrund der bestehenden Beschlüsse hatte daraufhin Landrat Torsten Wendt die Stelle im Sommer kurzfristig ausgeschrieben - wie bisher für 25 Stunden. Doch die Kreistagsfraktionen waren sich einig - das reicht für die vielfältigen Aufgaben nicht aus. Nach der jetzt beschlossenen Erhöhung soll die Ausschreibung aufgehoben und neu veröffentlicht werden. „Auf die Ausschreibung sind elf Bewerbungen eingegangen, neun sind qualifiziert“, so Wendt. Diese Frauen sollen jetzt angeschrieben werden, ob sie auch bei 35 Stunden ihre Bewerbungen aufrecht erhalten.

Bei fünf Gegenstimmen – vor allem aus den Reihen der Grünen - votierten während der Kreistagssitzung alle Abgeordneten für den gemeinsamen Antrag von CDU, Piraten, WiSt, Freie Wähler, FDP und Bürgerliste Steinburg. SPD und Grüne hatten eigene Anträge eingebracht, in der sie eine Vollzeitstelle für die künftige Gleichstellungsarbeit forderten. „Die Stelle muss endlich voll ausgefüllt werden“, sagte Inken Carstensen-Herold (Grüne). „Wenn wir verhindern wollen, dass aus dem Kreis eine Gleichstellungswüste wird, muss die Stelle in Vollzeit besetzt werden“, betonte für die Sozialdemokraten auch die Sozialausschussvorsitzende Gerlinde Böttcher-Naudiet. Gleichzeitig verlangte die SPD, die Bürokraft, die bisher mit einer 0,35 -Stelle die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt, dem ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen zuzuordnen. „Dort wächst das Arbeitsaufkommen ständig.“ Doch mit den Anträgen von Grünen und SPD konnte sich die Mehrheit nicht anfreunden. „Eine Stelle mit 35 Stunden für die Gleichstellungsarbeit ist ausreichend“, betonte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhold Wenzlaff, der den gemeinsamen Antrag einbrachte. Auch die Umsiedlung der bisherige Bürokraft zum Behindertenbeauftragten lehnte Wenzlaff ab. Dieser mache „eine tolle Arbeit“, werde dabei aber auch in Zukunft durch die hauptamtliche Kreisverwaltung unterstützt.

Zuvor hatte auch noch einmal Tinka Frahm für 39 Stunden geworben. Nur so könnten die vielfältigen Aufgaben erledigt werden. „Und selbst mit einer Vollzeitstelle ist die Erfüllung noch eine sportliche Herausforderung.“

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erstellt am 03.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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