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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 15:13 Uhr

Habitat : Zehn Sattelschlepper im Festivaleinsatz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Aufbauarbeiten für das „Habitat“ in Hohenlockstedt fast abgeschlossen / Ab heute werden 5000 Besucher auf dem Flughafen-Gelände erwartet

Die Arbeiter sägen, hämmern und schleifen, Sägespäne und Funken fliegen. Im Gewerbe- und Freizeitpark befinden sich die Aufbau arbeiten für das am Wochenende zum dritten Mal stattfindende „Habitat-Festival“ für elektronische Musik im Endstadium.

Davor lag eine logistische Großleistung. Denn von heute an noch bis einschließlich Sonntag, 31. Juli, werden bis zu 5000 Besucher in Hohenlockstedt erwartet, die in einem stimmungsreichen Ambiente friedvoll, kreativ und alternativ Open Air feiern wollen. Die dafür auf dem insgesamt 100  000 Quadratmeter umfassenden Gelände hergerichteten sechs Bühnen – vier draußen, zwei in den Hallen – werden vor allem aus Holz von den Betreibern selber gebaut. Das musste genauso wie das restliche Material mit großen Lkw angeliefert werden. Zehn Sattelschlepper waren dafür nötig, ein 43-Tonner alleine für das Material, ein 40-Tonner für das Holz. Die Bühnen- und Tresenbauer machten sich dann nach eigenen Plänen an den Aufbau.

3500 Meter Kabel wurden quer über das Gelände sowie an den Bühnen verlegt. Darüber hinaus mussten auch 4200 Meter Bauzaun sowie die Toiletten aufgebaut werden. Ein Drittel der Toiletten wird auf ökologischer Basis betrieben.

Thronte im vergangenen Jahr noch ein überdimensionaler hölzerner Adler über dem Gelände, so ist es dieses Mal ein riesiger Hirsch, der von einem erhöhten Standpunkt alles überragt und von weithin zu sehen ist. Am Fuße bauten auch Mira und Kevin aus Kiel ihren Tresen aus Eichenholz selber zusammen. Der Schiffbauingenieur und die angehende Tischler-Auszubildende mussten dabei große Konzentration aufbringen. „Das ist Hand- und Kopfarbeit“, sage Kevin. Eine Woche lang waren sie damit beschäftigt, aber: „Das ist wie Urlaub. Im vergangenen Jahr haben wir das bereits gemacht. Auch da hat es sehr viel Spaß gebracht.“

Ist erst einmal alles aufgebaut, beginnt heute ab 12 Uhr auch schon die Anreise, die ersten Musiker spielen ab 16 Uhr. Dass aber bis dahin alles fertig ist, daran haben beide keinen Zweifel. „Wir schaffen das.“ Und kaum sind die Besucher am Sonntag beziehungsweise Montag bis spätestens 12 Uhr wieder abgereist, bauen sie auch schon alles wieder ab.

Veranstalter ist in diesem Jahr erstmals die Hamburger Projektagentur Kopf & Steine, die sich mit den Gründern Manès Skischally und Andreas Michaelsen aus Kiel zusammengetan hat. Zusammen haben sie die Organisation optimiert, Verkehrs- und Sicherheitskonzept“ verbessert. Auch die Anlieger sind per Schreiben informiert worden. Außerdem wird die Agentur Kopf & Steine eine Lärm-Hotline einrichten, an die sich Bürger wenden können, die sich gestört fühlen.

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erstellt am 29.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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