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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 05:19 Uhr

Festival : WOA 2017 ohne Matsch? Wacken setzt auf Klee und Senfgras

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Umfangreiche Bauarbeiten sollen für besseren Abfluss des Wassers vom Festival-Gelände sorgen. Außerdem wird robusteres Gras gepflanzt.

Wacken | In den vergangenen beiden Jahren war das Wacken Open Air gezeichnet von Regen und Matsch. Die Wassermassen konnten nicht richtig abfließen und machten den Untergrund mürbe. „Wir sind in den letzten Jahren an die Grenzen dessen gelangt, was wir unserem ‚Holy Wacken Land‘ und den Besuchern zumuten können und wollen“, sagt Veranstalter Holger Hübner. Aus diesem Grund wurde jetzt Geld in die Hand genommen und in umfassende Baumaßnahmen investiert.

Die erste Bauphase bestand aus Umgraben und Begradigen der Fläche. Mehrere Bagger, Traktoren und Planierraupen waren im Einsatz, um Senkungen und Erhebungen zu entfernen, die durch die Belastungen der letzten Jahre den Untergrund verformt hatten. So konnte sich das Wasser in den Senkungen sammeln und nicht abfließen.

In drei Bauphasen wurde der „heilige“ WOA-Acker fit gemacht für das nächste Festival.
In drei Bauphasen wurde der „heilige“ WOA-Acker fit gemacht für das nächste Festival. Foto: ICS Festival Service GmbH

In Phase zwei des Umbaus wurde die bereits vorhandene Drainage erweitert und konzeptionell verbessert. Für diesen Zweck wurde ein Kanal mit großen Rigolen (ein unterirdischer Pufferspeicher für Regenwasser) angelegt, die das Oberflächenwasser des gesamten Areals aufnehmen können. Dort kann das Wasser dann gezielt und effektiv im Erdreich versickern. Sollte dieser Bereich voll laufen, befindet sich etwas außerhalb eine große Rückhalterigole, welche die Kapazität des Auffangsystems noch erhöht. In dem Falle eines Überlaufens der Rückhalterigole können die Wassermassen direkt in den Nord-Ostsee-Kanal geleitet werden.

Die dritte Bauphase befasst sich mit der Bepflanzung des Ackers. Die Erfahrung hat gezeigt, dass normales Gras den Anforderungen eines Festivals auf Dauer nicht standhalten kann. Es wurde entschieden neben Wiesengras auch Klee und Senfgras zu pflanzen. Die tiefreichenden Wurzeln der Senfgraspflanzen sorgen für einen gut durchlüfteten Boden und brechen Bodenverdichtungen auf – wirken demnach also als natürliche Drainage. Andere Stellen des Infields wurden hingegen gar nicht mehr bepflanzt, sondern zur besseren Sicherung des Festivalgeländes und der Versorgungswege mit Schotter befestigt. Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Nach einer Winterpause wird es im nächsten Frühjahr weitergehen.

Solche Bilder könnten dann der Vergangenheit angehören:

Schlamm-Jump-Contest in #Wacken #wackenopenair #WOA

Ein von shz.de (@shz.de) gepostetes Foto am

 
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erstellt am 03.Nov.2016 | 19:09 Uhr

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