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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 00:23 Uhr

Wacken Open Air : WOA 2016: Viele Fans sind schon da - und in guter Stimmung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mehr Frühankömmlinge als sonst haben bereits ihre Zelte in Wacken aufgeschlagen. Der Aufbau für das Open Air liegt gut im Zeitplan.

Alle Informationen rund um Wacken finden Sie auf unserer Dossier-Seite shz.de/wacken.

Die Latten für den Gartenzaun werden zurechtgesägt, Stehtische zusammengeschraubt und das Sofa aufgestellt: Der Aufbau für das Wacken Open Air (WOA) läuft – und zwar nicht nur auf dem eigentlichen Veranstaltungsgelände, sondern auch auf den Camping-Plätzen. Seit Montagmorgen dürfen es sich die Fans dort gemütlich machen. Viele von ihnen sind schon da, spielen Flunky Ball, trinken Bier, bauen auf.

Einfallsreiche Outfits - ein gewohntes Bild in Wacken.
Einfallsreiche Outfits - ein gewohntes Bild in Wacken. Foto: Marcus Dewanger

Die Anreise der Wacken-Fans verlaufe „sehr entspannt“, sagte Polizei-Sprecher Stefan Hinrichs aus Itzehoe am Dienstag. Die Verkehrslage um Wacken sei ruhig, bei Polizei-Kontrollen habe es bislang noch keine Auffälligkeiten gegeben. „Alle sind friedlich und in guter Stimmung.“

Die rund 40 Mitglieder der „Rendsburger Wacken Crew“, die es sich gerade rund um ihren Bauwagen häuslich einrichten, gehörten zu den ersten Fans in Wacken. „Um viertel vor fünf sind wir losgefahren, um viertel vor sieben waren wir hier“, sagt Timo Maack (30). „Nur so können wir uns unseren Stammplatz sichern.“ Schon seit vielen Jahren hausen die WOA-Urgesteine auf Campingplatz C, unmittelbar vor dem Eingang zum Veranstaltungsgelände.

Mit Treckern werden die Wohnwagen auf die Wiese gezogen.
Mit Treckern werden die Wohnwagen auf die Wiese gezogen. Foto: Marcus Dewanger
 

Wie viele Fans schon den Weg in die 1900-Seelen-Gemeinde gefunden haben, kann WOA-Produktionsleiter Helge Staack nicht genau sagen. „Aber gefühlt haben wir in diesem Jahr mehr Frühankömmlinge als sonst.“ Das zeigt auch ein Rundgang durch das Dorf: Auf der Hauptstraße hat sich schon ein kleiner Stau gebildet, zwischen Festivalgelände und Dorfmitte pilgern bereits zahlreiche Clans von schwarzgekleideten Fans hin und her. „Es freut uns, dass viele schon so früh gekommen sind“, so Helge Staack. Bislang sei die Anreise problemlos verlaufen.

Beste Stimmung bei den Fans.
Beste Stimmung bei den Fans. Foto: Marcus Dewanger
 

Weitaus größer als im Dorf ist das Gewusel im Infield, dem Herzen des Festivals. Von weitem gleicht die Fläche einem Ameisenhaufen: Gabelstapler und Lastwagen fahren hin und her, Arbeiter schleppen Kisten und Stangen heran. Über 1000 Tonnen Material werden hier verbaut. Die Hauptbühnen stehen bereits seit drei Tagen, im Moment sind Arbeiter damit beschäftigt, die Beleuchtung anzubringen. Andere bauen Biertresen und Zelte auf.

The infield is waiting! #Festival #Metal #Wacken #Stages

Ein von Wacken Open Air (@wackenopenair.official) gepostetes Foto am

 

„Wir sind mit dem gesamten Produktionsablauf sehr gut davor“, sagt Helge Staack. Dank des überwiegend trockenen Wetters in der vergangenen Woche herrschten optimale Arbeitsbedingungen auf dem Gelände. „Es ist eines der entspanntesten Jahre, das wir in Wacken je hatten“, so der Produktionschef, der seit 1995 für das Festival arbeitet. Fertig sei man jedoch noch lange nicht: „Wir haben jetzt mehr Zeit, uns auf die Details zu konzentrieren.“

Die Sonne scheint - bei den ersten Gästen scheint (unter anderem) das für gute Laune zu sorgen.
Die Sonne scheint - bei den ersten Gästen scheint (unter anderem) das für gute Laune zu sorgen. Foto: Marcus Dewanger
 

Große Neuerung in diesem Jahr sei ein weiteres Duschcamp – zusätzlich zu den fünf bereits bestehenden. Mehr als einen Kilometer Frisch- und Abwasserleitungen mussten dafür verlegt werden. Daneben seien mehr Ruhezonen auf dem Gelände eingerichtet worden, wie beispielsweise ein größerer Biergarten. „Es war ein Wunsch der Fans, mehr Möglichkeiten zu haben, sich zurückzuziehen.“

 

Bis es richtig laut wird auf dem WOA, wird es noch einige Tage dauern: Mittwoch ist offizieller Anreisetag für die insgesamt rund 75.000 Fans, ab Donnerstag werden mehr als 120 Bands auf insgesamt acht Bühnen mit einer Lautstärke von bis zu 120 Dezibel aufspielen, darunter Gruppen wie „Iron Maiden“ und „Blind Guardian“.

Und was machen die Frühankömmlinge bis dahin? WOA-Fan Micha Zmijewski (27) zeigt auf die Bierdose, die er in der Hand hält: „Damit wird uns schon nicht langweilig.“

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erstellt am 02.Aug.2016 | 16:02 Uhr

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