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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Prognose : „Wir haben eine stabile Schulstruktur“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In den nächsten Jahren müssen laut neuester Prognosen keine Einrichtungen im Kreis Steinburg aufgegeben werden.

Drohten in der Vergangenheit noch Schließungen von kleineren Schulen, so hat sich die Situation jetzt deutlich entschärft. Entgegen der Prognosen aus dem Schulentwicklungsplan 2012 und seinen Fortschreibungen 2014 und 2015 scheint derzeit kein weiterer Grundschulstandort im Kreis Steinburg akut gefährdet. Das ist das Fazit der dritten Fortschreibung des Entwicklungsplanes, den der Kreistag abgesegnet hat. „Wir haben zurzeit eine stabile Schulstruktur“, bewertet Tobias Rückerl, Vorsitzender des Sport-, Schul- und Kulturausschuss - des Kreises Steinburg die neusten Zahlen und Prognosen. Einzig die Sekundarstufe I an der Itzehoer Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp wird aufgelöst, dies ist aber seit längerem bekannt.

Ein weiteres Sorgenkind, die Grund- und Gemeinschaftsschule Schenefeld, habe sich sehr positiv entwickelt, so der Ausschussvorsitzende. „In Schenefeld kann wieder optimistisch in die Zukunft gesehen werden.“ Gemeinschaftsschulen müssen eine Mindestschülerzahl von 240 haben, hier lag Schenefeld im August des Jahres bei 290. Diese Zahl wird auch für das kommende Jahr prognostiziert. Allerdings, so heißt es im Schulentwicklungsplan, müsse die Situation regelmäßig betrachtet werden, da die Grundschülerzahl für Wacken und Schenefeld langfristig sinken. Im Grundschulbereich liegen allerdings einige Schulen dicht an der Grenze von 80 Schülern, bei denen eine Schließung oder Zusammenlegung droht. So werden für Rethwisch 80 Schulkinder vorhergesagt, allerdings soll diese Zahl danach konstant bleiben. Ähnlich ist die Situation in Kiebitzreihe. Die dortige Anzahl von 95 Kindern wird auch in den Jahren danach wohl gehalten werden können.

Für Hohenaspe wurden für 2016/17 noch 92 Mädchen und Jungen gemeldet, vier Jahre später wird dort die Mindestgröße laut jetziger Prognose jedoch nicht mehr erreicht. Doch der Schulträger geht davon aus, das durch die Dorfentwicklung der vergangenen Jahre die Schülerzahl gehalten werden kann. Im Schulentwicklungsplan wird trotzdem geraten, die Schülerzahlen regelmäßig zu überprüfen, „um auf die weitere Entwicklung kurzfristig zu reagieren“. Regelmäßig im Auge behalten werden sollte auch die Schülerzahl in Lägerdorf, die bei 88 liegt. Bis 2023/24 droht laut Prognose jedoch keine Gefahr, die Mindestgröße von 80 zu unterschreiten.

Insgesamt wird prognostiziert, dass die Zahlen in den Steinburger Grundschulen im Erhebungszeitraum bis 2034/2035 kontinuierlich sinken werden. Von heute 4400 auf dann 3771. Ein leichter Rückgang im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Denn 2005 gab es noch knapp 6000 Grundschüler, seitdem geht die Zahl beständig zurück.

Gut stehen die Gemeinschaftsschulen dar, sie liegen meist deutlich über der Mindestanzahl von 240. Kein Handlungsbedarf besteht auch bei den Gymnasien in Itzehoe und Glückstadt aus, diese seien langfristig gesichert, heißt es im Plan.

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erstellt am 23.Okt.2016 | 17:07 Uhr

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