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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 08:03 Uhr

Windräder auch gegen Bürgerwillen?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Entscheidung der Beidenflether Einwohner gegen den weiteren Ausbau der Windenergie ist rechtsgültig. Das beschloss die Gemeindevertretung jetzt einstimmig. Am 17. Juli hatten 253 Einwohner gegen den weiteren Bau von Windkraftanlagen innerhalb der Gemeindegrenzen und nur 114 dafür gestimmt. Der scheidende Abgeordnete Friedhelm Peetz lobte die Einwohner. Es sei gut, dass sich so viele Bürger beteiligt hätten. „Ich bin richtig stolz auf die Bürger der Gemeinde Beidenfleth“, sagte Peetz.

Bürgermeister Peter Krey bedauerte, dass der schon für September angekündigte Entwurf eines neuen Regionalplanes nun wohl erst Ende Januar 2017 kommen werde. Bemerkenswert sei, dass die bisher für den Bereich Groß-Kampen und Uhrendorf geltende Einstufung als „charakteristischer Landschaftsraum“, in dem bislang die Windenergie ausgeschlossen war, nicht mehr zu diesem Kernbereich gehören solle. Unklar sei nach wie vor, ob das Land einem entsprechenden Gutachten folgen werde. Der Bürgermeister wörtlich: „Es ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen, dass es in Beidenfleth weitere Windkraftflächen geben wird. Eine Einflussnahme der Gemeinde ist nur mit entsprechend fachlicher Begründung möglich.“ Dem Land hielt er vor, es hätte ihm gut zu Gesicht gestanden, diesbezüglich mit der Gemeinde Rücksprache zu halten.

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erstellt am 17.Okt.2016 | 17:04 Uhr

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