zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2016 | 07:20 Uhr

Wind spült Geld in die Gemeindekasse

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dammfleth freut sich über hohen Jahresüberschuss / Gemeindevertretung stimmt neuen Windflächen zu

Dem Votum aus zwei Einwohnerversammlungen über eine Ausweisung weiterer Windeignungsflächen in der Gemeinde Dammfleth ist die Gemeindevertretung mit der deutlichen Mehrheit von neun Stimmen gefolgt. In der Sitzung des Ortsparlaments in der ehemaligen Schule Hochfeld enthielten sich lediglich die Abgeordneten Bernd Evers und Uta Langholz ihrer Stimme.

In den Einwohnerversammlungen hatte sich eine Mehrheit der Dammflether Bürger für die Errichtung weiterer Windkraftanlagen mit einer Höhe von maximal 150 Metern unter Einhaltung eines 500-Meter-Abstandes als Bürgerwindpark ausgesprochen. Auf der Grundlage dieses Bürgervotums hatte die Gemeinde ein informelles Planungskonzept als Stellungnahme an die Landesplanungsbehörde übermittelt. Sie geht davon aus, dass die Dammflether Vorschläge noch in den Entwurf des Regionalplanes zur Ausweisung von Vorrangflächen für die Windenergienutzung einfließen werden. Der Planentwurf soll noch im August vorgelegt werden.

Das informelle Planungskonzept war nach den Einwohnerversammlungen innerhalb der Fraktion beraten worden. Es fand jetzt auch die mehrheitliche Zustimmung durch den Gemeinderat.

Die Windenergienutzung ist für die Gemeinde ein durchaus einträgliches Geschäft. Das wurde mit dem Jahresabschluss 2015 deutlich, der von der Gemeindevertretung einstimmig genehmigt wurde. Danach erwirtschaftete Dammfleth im vergangenen Jahr einen Überschuss von mehr als 320  000 Euro, der vor allem den erhöhten Gewerbesteuereinnahmen geschuldet ist. Uta Langholz vom Rechnungsprüfungsausschuss bestätigte, dass 30 Prozent der Gewerbesteuer aus den Windkraftanlagen in die Gemeindekasse geflossen seien. 60 Prozent käme von den alteingesessenen Firmen, die ihre Gewerbesteuer in Dammfleth entrichten, und zehn Prozent von neuen Betrieben in der Gemeinde.

Auf mehr als eine Million Euro haben sich nach Aussage von Bürgermeister Delf Sievers die liquiden Mittel erhöht. Die Hälfte sei sofort frei verfügbar, die zweite Hälfte sei noch bis Mitte nächsten Jahres fest angelegt. Außerdem hat die Gemeinde weitere 700  000 Euro in Wertpapiere investiert.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Jul.2016 | 14:28 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen