zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 10:41 Uhr

Ex-Yacht von Roman Abramowitsch : Wieder Superyacht in SH: Pelorus wird an der Stör wieder fit gemacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Pelorus liegt bis nächsten Sommer in der Peters Werft. Die 115-Meter-Yacht war schon im Besitz vieler Millionäre.

Wewelsfleth | Eine der spektakulärsten Privatyachten liegt jetzt in der Wewelsflether Peterswerft. Bis nächsten Sommer soll die Pelorus ertüchtigt und umgebaut werden, wie Geschäftsführer Mark Dethlefs mitteilt. Er spricht von einem „Refit-Auftrag“. Weitere Details werden von der Werft traditionell nicht bekannt gegeben. Nur noch so viel: Für das Unternehmen an der Stör ist es wieder ein großer Auftrag.

Schleswig-Holstein ist zum Dreh- und Angelpunkt des internationalen Yachtbaus geworden. In Kiel wird derzeit die Sailing Yacht A, die größte Segelyacht der Welt, gebaut. Auftraggeber ist der russische Milliardär Andrej Melnitschenko. Zuvor ließ er auch seine Motoryacht A in der Landeshauptstadt bauen.

Die Pelorus war vor gut 15 Jahren auf der Schacht-Audorfer Krögerwerft vom Stapel gelaufen. Mit der 115 Meter langen und mehr als 18 Meter breiten Pelorus entstand bei dem Bootsbauer eine der größten Yachten der Welt. Erster Eigner war der saudische Staatsmann Al Sheik Modhassan, der für das Schiff 300 Millionen US-Dollar auf den Tisch gelegt haben soll.

Ein Umbau pro Neubesitzer

Nur ein Jahr später verkaufte der Saudi die Pelorus an den russischen Milliardär Roman Abramowitsch, der sie bei Blohm und Voss erst einmal nach seinen Bedürfnissen umbauen ließ. Unter anderem wurde eine zweite Plattform für Hubschrauberlandungen installiert.

Während des Fußball-Sommermärchens im Jahr 2006 sorgte der fußballverrückte Abramowitsch für Aufsehen, als er mit dem Schiff im Lübecker Hafen Station machte, um von dort aus für WM-Begegnungen zu starten. Damals wurde gemunkelt, dass der Milliardär und Besitzer des britischen Fußballclubs FC Chelsea Karten für jedes WM-Spiel hatte und je nach Lust und Laune per Helikopter anreisen wollte. Das Schiff lag in Lübeck fast sechs Wochen lang vor Anker.

<p>Die Pelorus 2006 zu Gast in Lübeck.</p>

Die Pelorus 2006 zu Gast in Lübeck.

Foto: dpa
 

Vor fünf Jahren kaufte dann der US-amerikanische Musik- und Filmproduzent David Geffen die Pelorus – die dann erneut umgebaut wurde, diesmal bei der Neuen Jadewerft in Wilhelmshaven. 2012 soll die Yacht dann erneut den Besitzer gewechselt haben. Dieser blieb aber unbekannt. Das Schiff wird seither verchartert.

46 Crewmitglieder kümmern sich um Schiff und Passagiere

Für Passagiere dürften es angenehme Reisen werden. Die Pelorus ist mit allem erdenklichen Luxus ausgestattet, hat 46 Besatzungsmitglieder und ist dank einer Maschinenleistung von mehr als 10.000 PS bis zu 20 Knoten (37 Kilometer pro Stunde) schnell. Als Heimathafen wird George Town angegeben. Die Yacht läuft unter der Flagge der Cayman Inseln.

Apropos Insel: Die Pelorus ist nach einer Trauminsel im Great Barriere Reef vor der australischen Küste benannt, die sich durch lange Sandstrände und eine faszinierende Unterwasserwelt auszeichnet. Zuletzt machte die Pelorus-Insel allerdings damit Schlagzeilen, dass man dort einer Plage äußerst gefräßiger Ziegen nicht mehr Herr wurde.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2016 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen