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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 01:38 Uhr

Wenn die Pflege das Häuschen auffrisst: Tipps bei Haus und Grund-Themenabend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wertvolle Tipps für altersgerechtes Bauen und Umbauen durch die Dammflether Architektin und Energieberaterin Carmen Galba sowie für die Sicherung seines Wohneigentums im Fall einer möglichen Alten- oder Krankenpflege durch die Provinzial-Mitarbeiterin Agnieszka Petersen wurden den Besuchern eines Themenabends vermittelt, den der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Wilster im Hotel Busch veranstaltete. „Das halbe Dutzend ist voll“, sagte Vorsitzender Paul-Adolf Tietjen, als er die fast 60 Mitglieder und Gäste zu diesem sechsten Themenabend begrüßte.

Das Thema der Eigentumssicherung vor den Kosten für eine spätere Pflege werde zunehmend an Relevanz gewinnen, machte Petersen bewusst. Zukünftig würden immer weniger junge Menschen für die Pflege der Alten in die Pflegekasse einzahlen. Bis 2040 werde sich die Zahl der Pflegefälle mehr als verdoppeln, während kaum mehr Pflegegeld ausbezahlt werden könne. Die eigene Vorsorge werde deshalb immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Agnieszka Petersen legte Rechenbeispiele vor, wie man durch eine normale Tagegeldversicherung oder eine monatliche Pflegerente für den Bedarfsfall vorsorgen könne. Eigentümer eines Eigenheimes oder eines vermieteten Mehrfamilienhauses könnten im Vorwege auf einen späteren Erbfall dieses Immobilienvermögen auf Sohn oder Tochter übertragen und dabei auch die Möglichkeiten für den Ausschluss einer Erbschaftssteuer sowie die Verzinsung des Kapitals optimieren – und zugleich die Verfügungsgewalt über sein Grundvermögen behalten. Auf jeden Fall empfahl sie fachmännische Beratung, um zu vermeiden, „dass bei einem plötzlichen Pflegefall das eigene Häuschen draufgehen könnte“.

Carmen Galba, die schon in der Vergangenheit mehrere hundert Mitglieder von Haus & Grund über Energiepass, Thermographie, Bekämpfung von Schimmelpilz, Möglichkeiten zum Strom sparen und über neue Heizungstechniken beraten hat, nahm sich diesmal des Themas altersgerechtes Bauen an. „Bestandsanpassung ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Bauwirtschaft in den nächsten Jahrzehnten“, sagte Galba. Sie zeigte die Kriterien für zinsgünstige Mittel auf, die man über die Hausbank bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen könne mit dem Ziel, durch bauliche Maßnahmen die Voraussetzungen zu schaffen, auch im Alter in den eigenen vier Wänden seinen Lebensabend zu verbringen. Aus den Vorträgen entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den Teilnehmern der Veranstaltung.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 10:37 Uhr

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