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Norddeutsche Rundschau

03. Dezember 2016 | 20:42 Uhr

„Wen soll ich jetzt anmeckern?“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sophie-Scholl-Gymnasium verabschiedet 200 Abiturienten mit einer großen Feier in der Horster Elbmarschenhalle

So viele Gäste wie gestern Vormittag hat die Horster Elbmarschenhalle selbst zu ihren besten Zeiten selten erlebt. Weil das Sophie-Scholl-Gymnasium einen Abitur-Doppeljahrgang zu verabschieden hatte, musste ins ferne Horst ausgewichen werden, wo der erste Stock der Event-Halle genügend Platz für die Entlassfeier bot. „Über 200 Schüler erhalten heute ihre Abitur-Zeugnisse“, sagte Oberstufenkoordinator Willy Arbeiter in seiner Ansprache. Das sei für die Abiturienten, aber auch für Eltern, Freunde und Lehrkräfte ein Grund zur Freude.

Rektorin Angelika Hartmann war zuvor schon auf den größten Abi-Jahrgang der SSG-Geschichte eingegangen, der auch die meisten Prüfungen nach sich gezogen habe. 627 schriftliche und 288 mündliche Prüfungen standen auf dem Plan. Hinzu kam für etliche Schüler die Wiederholung der schriftlichen Mathe-Arbeit, die „viel Aufregung verursacht“ habe (wir berichteten). Angelika Hartmann betonte, dass viele Schüler das „freiwillige Nachschreiben“ der Arbeit genutzt hätten, um ihre Note zu verbessern.

Die ungewöhnliche Zahl an Abiturienten ist das Ergebnis des vor einigen Jahren von 13 auf 12 Jahre verkürzten Abitur-Weges. Nach der Umstellung auf das „Turbo-Abi“ (G8) im Jahr 2008 machten 2016 in Schleswig-Holstein zwei Jahrgänge gleichzeitig ihren Abschluss. Hartmann betonte, wie gut dieser Übergang an ihrer Schule funktioniert habe. Auch bei den Leistungen gebe es kaum Unterschiede. So hätten die G8-er mit gerade einmal 0,03 Punkten die Nase bei den Abi-Noten vorn gehabt.

„Heute ist ein ganz großer Tag“, würdigte Landrat Torsten Wendt die Abiturienten. Ein wichtiger Schritt im Leben sei getan, „das kann Ihnen niemand mehr nehmen“. Sein Respekt und Anerkennung gälten aber auch den Lehrern, die die Entlass-Schüler über die Jahre hinweg begleitet hätten. „Ihr habt eure Sache supergut gemacht“, lobte Elternsprecher Klaus Moritz. Und seine Kollegin Elfie Nahrwold, deren Sohn unter den frisch gebackenen Abiturienten saß, fragte sich: „Wen soll ich denn jetzt zu Hause anmeckern?“

„Mit dem heutigen Tag geht eine Ära zu Ende“, sagte Jahrgangssprecherin Helen Matthée. Ihr männliches Pendant Max Döpper wies auf den nun beginnenden neuen Lebensabschnitt hin. Das Abitur sei lediglich die Basis für die Zukunft, geprägt werde diese vor allem vom Charakter jedes Einzelnen.

Bleibt die Frage zu klären, wer die besten SSG-Abiturienten waren. Mit einem 1,0-er-Abi, das „eigentlich ein 0,9-er ist“, wie Rektorin Hartmann erklärte, liegt Anne Stahl knapp vor Bennet Widderich (1,0).

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