zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

Wegen „Bürokratie pur“: Feuerwehr löst Kameradschaftskasse auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Freiwillige Feuerwehr sowie die Gemeindevertretung in Ecklak haben kein Verständnis dafür, die bisherige Feuerwehr-Kameradschaftskasse unter die Kontrolle des Gemeinderats zu stellen. Als Mitarbeiter der Amtsverwaltung zeigte Thorsten Franck im gewissen Sinn Verständnis für die Skepsis des Wehrvorstandes und der Gemeindevertreter, doch hielt er die Folgen des geänderten Brandschutzgesetzes durchaus für überschaubar. „Aber dennoch ist das Bürokratie pur!“, räumte Franck ein.

Nach der Änderung des Brandschutzgesetzes dürfen die Wehren keine Kameradschaftskasse mehr führen, sondern müssen diese mit einem Einnahme- und Ausgabeplan zu Beginn des Jahres und einer Abrechnung zum Jahresende vom Gemeinderat absegnen lassen. Außerdem müssen Wertgrenzen festgeschrieben werden, bis zu denen der Wehrvorstand entscheiden darf.

Gemeindevertreter Karl Schröder, der auch Kassenwart der Feuerwehr ist, machte bewusst, dass schon in der Vergangenheit das Geld der Kameradschaftskasse offiziell der Gemeinde gehört hat. Schröder regte an, das Brandschutzgesetz mit der Führung einer „kleinen Kaffeekasse“ bei der Feuerwehr zu umgehen. Das sei denkbar, räumte Thorsten Franck ein, aber größere Veranstaltungen wie Feuerwehrball oder Kameradschaftsabend sowie das Sammeln von Sponsorengeldern müssten gleichwohl über ein Sonder-Buchungskonto im Gemeindehaushalt abgewickelt werden.

Nach langer Diskussion beschloss der Gemeinderat einstimmig, die bisherige Kameradschaftskasse der örtlichen Feuerwehr zum Jahresende aufzulösen.

Der Feuerwehr soll anheimgestellt werden, eine Getränkekasse einzuführen. Geldspenden und Veranstaltungen sollen aber ab Jahresbeginn 2017 über den Gemeindehaushalt abgewickelt werden.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Nov.2016 | 16:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen