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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 09:00 Uhr

Feuerwehr : Wasser marsch – Nachwuchs probt

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Rund 150 Mädchen und Jungen aus 14 Jugendwehren des Kreises Steinburg treffen sich in Wilster zur gemeinsamen Großübung.

Nachwuchsbrandbekämpfer üben den Ernstfall. Rund 150 Mädchen und Jungen aus 14 Jugendfeuerwehren des Kreises Steinburg sowie der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerk des Ortsverbandes Itzehoe trafen sich am Sonnabend gemeinschaftlichen Großübung. Sie wurde diesmal von den Nachwuchswehren aus Wilster, Brokdorf und St. Margarethen ausgerichtet und fand rund um das Colosseum in Wilster statt.

In sieben Löschgruppen gegliedert, wurde um Punkt 14 Uhr die erste Einsatzgruppe über die technische Einsatzleitung alarmiert. Nacheinander rückten die Feuerwehr-Mädchen und -Jungen von einem der drei Bereitstellungsplätze aus, die auf dem Gelände der Feuerwache, des Fuhrunternehmens Bernhard Peters sowie des Landmaschinenhandels Werner von Osten eingerichtet worden waren. Rund um das Colosseum trafen die Nachwuchskräfte auf eine Vielzahl unterschiedlicher Einsatzszenarien. Jeder Löschgruppe wurde dabei eine Aufgabe zugeteilt. „Wir haben uns bei der Ausarbeitung der Übungsszenarien große Mühe gegeben, damit auch jede Jugendfeuerwehr ihr ganzes Können unter Beweis stellen kann“, betonte der Jugendwart aus der Marschenstadt, Christoph Horstmann, der gemeinsam mit Dirk Oesau (Brokdorf) und Norbert Balke (St. Margarethen) federführend bei der Planung der Großübung war.

Neben zwei hölzernen Gebäuden, die nach Verpuffungen in voller Ausdehnung brannten und gelöscht werden mussten, bekamen es die Brandbekämpfer in spe mit einem schweren Arbeits- sowie Verkehrsunfall und einem Kabelbrand im Gemeindehaus, mit jeweils vermissten und zu rettenden Personen zu tun.

„Ich finde die Übung total klasse, weil wir es hier mit einem echten Feuer zu tun haben, das wir löschen müssen“, zeigte sich nicht nur der fünfzehnjährige Lucas aus Lägerdorf begeistert. „Alle Teilnehmer waren mit der Aufgabenverteilung und den zu erfüllenden Aufgaben zufrieden“, unterstrich Tom (17) von der Feuerwehr Lägerdorf bei der anschließenden Manöverkritik. „Bemängelt wurde lediglich, dass die beiden Feuer viel zu früh entfacht wurden. Bevor die Wasserversorgung aufgebaut war, waren die Holzhäuser ja schon niedergebrannt“, trug Philine (17) als Sprecherin des Jugendfeuerwehrforums den einzigen Kritikpunkt vor.

Bevor sich die Teilnehmer mit einer kräftigen Suppe, gesponsert vom Amt Wilstermarsch sowie dem Colosseum-Wirt Michael Mehrens stärken konnten, dankten Bürgermeister Walter Schulz, der stellvertretende Kreiswehrführer Timo Plath und Kreisjugendfeuerwehrwart Olaf Nagel dem Feuerwehrnachwuchs auch im Namen des Kreispräsidenten Peter Labendowicz, allen Beteiligten für ihr Engagement dankte. Darüber hinaus wurde die Hoffnung laut, dass möglichst viele Mitglieder aus den Jugendwehren auch später den Wehren erhalten bleiben und sich in den aktiven Wehren einsetzen werden. „Ihr seid die Zukunft, wir brauchen euch“, brachte es Bürgermeister Walter Schulz auf den Punkt.  

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