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Norddeutsche Rundschau

19. Februar 2017 | 17:48 Uhr

Technik im Schwimmbad : Wärme für 1,8 Millionen Liter Wasser

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Die Gasheizung im Brokdorfer Freibad bringt das kühle Nass dreimal am Tag auf die nötige Temperatur.

Erfreulich warm war das Wasser des Brokdorfer Freibads beim Saisonstart am Sonnabend: Mit 23 Grad war es im Wasser deutlich wärmer als in der Luft, für die es das Thermometer nur auf 16,7 Grad Celsius brachte (wir berichteten). Verständlich also, dass es schon an den beiden ersten Tagen im Freibad mehr als 150 Besucher gab. „Für das Aufheizen des Wassers setzen wir schon seit 20 Jahren eine ganz normale Gasheizung ein – allerdings ist sie viel größer als die übliche private Heiztherme“, sagt der Schwimmmeister des Freibads, Lutz Stüven, über die Heiztechnik.

In den Anfangsjahren, so erinnerte er, hatte man zum Erwärmen des Badewassers eine Wärmepumpe eingesetzt, die das Wasser aus dem gegenüberliegenden Mühlenteich entnahm, damit das Badewasser erwärmte und dann das um drei Grad abgekühlte Teichwasser zurück in den Mühlenteich führte. „Das gab immer wieder Probleme und Störfälle“, begründete Stüven die Entscheidung für das heutige Verfahren. „Das gesamte Wasser aus dem Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken wird dreimal am Tag umgewälzt, durch die Heizung gepumpt und dort jedes Mal aufgeheizt“, berichtete Stüven. Das sind insgesamt rund 1,8 Millionen Liter Wasser, so dass in drei Durchgängen zusammen 5,4 Millionen Liter erwärmt werden müssen.

Übrigens: Das Schwimmerbecken fasst allein 1 436 000 Liter Wasser. Diese Zahl galt es in einem Ratespiel zum Saisonstart möglichst genau zu schätzen. Nur um 6000 Liter daneben lag die Brokdorferin Ulrike Siebcke, die unter 60 Teilnehmern am besten geraten hatte und dafür den von der Gemeinde ausgesetzten Präsentkorb erhalten wird.

Lutz Stüven feierte mit dem Saisonstart sein 20-jähriges Arbeitsjubiläum in dem jetzt 34 Jahre alten Brokdorfer Freibad. Im Sommerhalbjahr ist der 53-Jährige als Schwimmmeister und im Winterhalbjahr als Eismeister im Elbe Ice Stadion tätig. Vor seinem Dienstbeginn für die Gemeinde Brokdorf hatte der gebürtige Itzehoer bei Sihi den Beruf des Drehers gelernt, dann noch drei Jahre als Geselle gearbeitet und war danach als Zeitsoldat für zwölf Jahre zur Bundeswehr gegangen. „Ich war Fahrlehrer am Hungrigen Wolf und am Langen Peter“, blickte er zurück. In der letzten Phase seiner Bundeswehrzeit schulte er zum Schwimmmeister um, bestand seine Meisterprüfung und begann dann seinen Dienst im Freibad.

Erst ihre vierte Saison im Freibad erlebt die 43 Jahre alte Brokdorferin Daniela Beetz. Sie sitzt an der Freibadkasse und kennt praktisch jeden Badegast persönlich. „Es sind überwiegend Stammgäste“, hat die Mutter einer 13-jährigen Tochter erkannt. Die Tätigkeit an der Kasse macht ihr viel Spaß. Direkt gegenüber vom Freibad wohnend, hat sie nur einen kurzen Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Und ihre Tochter hat die Mama immer „griffbereit“, da sie ohnehin fast täglich ihre Freizeit im Freibad verbringt.

Schwimmmeister Lutz Stüven weist im Übrigen auf zwei neue Angebote des Freibads hin. Aufgrund einer Anfrage aus Wewelsfleth soll erstmalig ein Erwachsenen-Schwimmkursus angeboten werden. „Für Nichtschwimmer ebenso wie für Senioren, die eigentlich schwimmen können, sich aber im Alter nicht mehr so sicher fühlen“, sagte Stüven. Für Kinder, die schon ihr Seepferdchen gemacht haben, ist ein Aufbaukursus für den Erwerb des Jugendschwimmpasses in Bronze geplant.

> Anmeldungen für die Schwimmkurse unter: 04829/1211.


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