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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Vortrag im Landgericht: Hitler als Politiker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Politiker Adolf Hitler – das ist das zentrale Thema einer Biographie, die der Münchener Professor Peter Longerich Ende des vergangenen Jahres veröffentlicht hat. Am Mittwoch, 14. September, ab 19 Uhr präsentiert er sie im Landgericht auf Einladung des Vereins Justiz und Kultur im Landgerichtsbezirk Itzehoe und der Buchhandlung Bücher-Känguruh.

Im Vergleich zu früheren Hitler-Biographien von Fest, Bullock und Kershaw wählt Longerich einen anderen Ansatz, in dem er neue Erkenntnisse aus der Forschung zum Nationalsozialismus einbezieht, die sich derzeit stark enwickele, so Dietmar Wullweber, Vorsitzender des Vereins Justiz und Kultur. Der Autor untersucht die Person Hitlers als Politiker, der viel aktiver in Prozesse eingebunden war als bisher angenommen. Gerade im Bildungsbürgertum und an den Universitäten habe er viel Rückhalt gefunden. Longerich zeigt die Gefahr auf, dass scheinbar stabile Systeme in Krisen schnell kollabieren können. Hitler selbst bietet in seinem Buch „Mein Kampf“ die Erklärung an, dass er in den ersten Lebensjahrzehnten eine Art autodidaktisches Studium durchlaufen habe, um sich auf seine spätere Rolle vorzubereiten. Damit wurden gefährliche Strukturen geschaffen, durch die ein komplexer politischer Prozess gesteuert wurde. Hitler sei klaren Prioritäten gefolgt und habe sie durchzusetzen gewusst, so Wullweber. Nach dem Vortrag besteht die Gelegenheit zur Diskussion.
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Karten für 9 Euro (ermäßigt 7 Euro, Schüler 5 Euro) am Servicepoint des Landgerichts und in der Bücherhandlung Känguruh.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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