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Norddeutsche Rundschau

28. April 2017 | 16:07 Uhr

Handball : Vor der Pause ohne Kampfeswillen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Herzhorner Oberliga-Frauen kassieren beim Spitzenreiter Wattenbek derbe 17:36-Abfuhr.

Ohne die richtige Einstellung gibt es in der Oberliga nichts zu gewinnen. Diese schmerzliche Erfahrung machten die Handballerinnen des MTV Herzhorn bei ihrem Auftritt beim TSV Wattenbek: Sie unterlagen beim Spitzenreiter sang- und klanglos mit 17:36 (5:19). Trainer Michael Janke zeigte sich entsprechend enttäuscht, denn eine Niederlage gegen die Wattenbekerinnen an sich ist nicht schlimm, doch die Art und Weise wie sie zustande kam, enttäuschte, zumal die Begegnung bereits Mitte der ersten Halbzeit entschieden war.

Die Gastgeberinnen waren auf allen Positionen besser besetzt als die Blau-Gelben, und dies stellten sie von Beginn an unter Beweis. Da sie nur auf mäßige Gegenwehr stießen, führten sie bereits in der 10. Minute mit 8:0 Toren. Die Herzhornerinnen standen in der Abwehr viel zu passiv, es fehlte die Zuordnung und man ergab sich nahezu kampflos den gegnerischen Angriffen.

Auch im Angriff lief es nur selten gut: „Meine Spielerinnen bewegten sich wie in Zeitlupe“, so Trainer Michael Janke. Beim Stande von 1:13 in der 13. Minute reichte es ihm dann endgültig. Er nahm eine Auszeit und tauschte seine Mannschaft auf der Platte fast komplett aus. Und siehe da: Plötzlich lief es besser. Zwar war man immer noch unterlegen, doch es war Kampfeswille da und die Spielerinnen gingen weitaus engagierter zur Sache. Dennoch lagen die Herzhornerinnen zur Pause aussichtslos mit 5:19 zurück.

Trainer Michael Janke ließ seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel wie zuletzt weiter spielen und sie zeigte sich wie verwandelt. Das Team fand weitaus besser ins Spiel, die Gegenspielerinnen wurden beherzt angegriffen und so wurde auch Wattenbek zu Fehlern verleitet.

Endlich war Energie und Feuer im Spiel der Herzhornerinnen und so entwickelte sich nun eine Begegnung, die nicht mehr ganz so einseitig war. Dennoch hatten die Gäste nie die Chance, die Partie noch zu kippen. Zu groß war zum einen ihr Rückstand und zum anderen die Überlegenheit der Gegnerinnen. In den letzten zehn Spielminuten ließ Janke wieder die Aufstellung von Beginn der Begegnung spielen. Auch diese Spielerinnen präsentierten sich wie ausgewechselt und boten Paroli. Am Ende jedoch gab es trotz der guten zweiten Halbzeit, die lediglich mit sechs Toren verloren ging, mit 17:36 eine richtige Klatsche für die Herzhornerinnen. Trainer Janke fand ernste Worte: „Es war extrem auffällig, dass die Einstellung auswärts zur Zeit nicht stimmt. Ich hoffe, die Frauen sind endlich aufgewacht, sonst sieht es düster aus für uns.“

MTV Herzhorn: Eike Jankowski, Svenja Mevert – Annkristin Schmidt 1, Yana Hesse 1, Elina Hesse , Maike Langenberg 3, Simona Martin , Joele Riedeberger 1, Janna Wilcke 2, Sarah Winkowski 2, Carina Lipp 3, Lina Hinze 2, Verena Wagner 2, Sarah Baudzus.

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erstellt am 19.Mär.2017 | 11:21 Uhr

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