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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 08:51 Uhr

Von Itzehoe aus in die ganze Welt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Habliks Ehefrau Elisabeth Lindemann entwarf im vorigen Jahrhundert Möbelstoffe, Teppiche, Kissen und Decken

Renate Teifke, die uns schon oft ins Wenzel-Hablik-Museum begleitet hat und sich dort gut auskennt, hat uns Fragen zu Elisabeth Lindemann beantwortet.

Wann lebte sie und wo?
Elisabeth Lindemann ist am 23. August 1879 in Westerwohld/Dithmarschen geboren. Sie hat in Dresden eine Ausbildung zur Musterzeichnerin gemacht und danach in Stockholm das Weben gelernt. Ab 1902 hat sie die Meldorfer Museumsweberei geleitet. Dort hat sie eigene Entwürfe hergestellt und auch alte Muster neu weben lassen. Als sie 1907 Wenzel Hablik kennen lernt, stellt sie auch Webstücke nach seinen Entwürfen her. 1917 hat sie Wenzel Hablik geheiratet und ist mit ihm nach Itzehoe gezogen. Auch hier haben beide zusammen gearbeitet und es gab so viel zu tun, dass sie viele Mitarbeiter in ihrer eigenen Handweberei beschäftigen konnten. Als Wenzel Hablik 1934 stirbt, führt seine Frau die Werkstatt alleine weiter. Elisabeth Lindemann ist am 15. August 1960 in Itzehoe gestorben.

Hat sie nur Wandteppiche gewebt oder auch andere Sachen?
Elisabeth Lindemann hat auch Möbelstoffe, Teppiche, Kissen und Decken gemeinsam mit Wenzel Hablik entworfen und weben lassen. In vielen Ausstellungen in Deutschland und im Ausland wurden diese Webarbeiten gezeigt. Viele wurden weltweit verkauft.
Was ist auf den Webbildern zu sehen?
Auf ihren Webbildern, die jetzt in der Ausstellung hängen, sieht man zum Beispiel eine Frau auf einem Bauernhof, Schiffe, eine Stadt mit Pyramiden und es gibt auch einen Musterteppich in Blautönen.
Wo wurden ihre Sachen gewebt?
Zuerst wurden sie in Meldorf hergestellt, dann in Itzehoe in einer Werkstatt am Holzkamp.

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erstellt am 17.Mai.2016 | 16:24 Uhr

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