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Norddeutsche Rundschau

30. September 2016 | 05:13 Uhr

finissage : Voller Erfolg für das Kunstfestival

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Abschluss des Itzehoer Kunstfestivals nach drei Wochen: Künstlerbund Steinburg höchst zufrieden. Überregionaler Verlag hilft bei Erstellung des Katalogs.

„In ein Museum traut sich nicht jeder rein, deshalb gehen wir mit der Kunst raus.“ So skizzierte Wiebke Logemann bereits vor dem Runden Tisch Kultur die „große Idee“, die der Künstlerbund Steinburg für seine Beteiligung am Itzehoer Stadtjubiläum entwickelt hatte. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und drei Wochen Kunstfestival ziehen alle Beteiligten jetzt höchst zufrieden das Fazit: ein voller Erfolg.

Nicht nur die etwa dreifache Besucherzahl im Wenzel-Hablik-Museum im Vergleich zu früheren Ausstellungen lohnte die Mühen der umfangreichen Vorbereitungen. Mit der Jugendkunst-Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt sowie der Eroberung des öffentlichen Raumes durch Interventionen unterschiedlichster Art gelang dem Künstlerbund die Etablierung von zwei Ausstellungsformaten, die für Itzehoe völlig neu waren. Außerdem zogen Parallelausstellungen und Vorträge im Hablik-Museum zusätzlich tatsächlich interessiertes Publikum an. Und so zollte Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen bereits während des Runden Tischs Respekt: „Der Künstlerbund hat an Stellenwert gewonnen in der Stadt.“

Am Finaltag strömten nochmals mehr als 200 Besucher ins Hablik-Museum. Angeboten wurde ein unterhaltsames Vortrags-Quartett, in dem es um „Stadt-Silhouetten“ ging, und natürlich die Finissage mit der Preisverleihung für die Jugendkunst-Ausstellung (siehe gesonderter Artikel). Es waren aber auch mehr als 20 Gäste darunter, die sich durch die Installation „Heimatmuseum für Ausländer“ des niederländischen Gastkünstlers Ad Breedveld hatten inspirieren lassen. Sie hatten Souvenirs aus dessen Heimatland gegen „Goldene Heimweh-Wurzeln“ getauscht und durften diese nun abholen. So herrschte selbst während des Abbaus der Festival-Schau im Hablik-Museum ungewohnt reges Treiben, und die heiligen Museumshallen, in die sich sonst keiner traut, waren übersät mit Gold- und Holz-Emissionen des eigenwilligen Performance- und Fluxuskünstlers Ad Breedveld.

Auch wenn es noch keine exakte durch Zahlen untermauerte Bilanz des Küntlerbundes gibt, ist man auch mit dem Motto „Kunst und Stadt“ mehr als nur zufrieden. „Wir sind nicht Büdelsdorf“, rückte Wiebke Logemann Vergleiche mit anderen Kunstereignissen wie der dort jährlich gezeigten „NordArt“ zurecht. Aber das Lob eines überregionalen Verlages, der den nun entstehenden Katalog zum Festival unterstützen möchte, stimmt den Künstlerbund Steinburg glücklich: „In unseren Augen ist das Festival momentan eines der wichtigsten kulturellen Ereignisse in Schleswig-Holstein und ein schlagkräftiges Argument für die Wichtigkeit von Kultur im ländlichen Raum.“

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erstellt am 10.Dez.2013 | 05:00 Uhr

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