zur Navigation springen

Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

24 Stunden in der Wilstermarsch : Voller Einsatz für grüne Oasen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landmaschinentechniker Thorsten Ahrens ist in Wilster für den Bauhof mit dem Rasenmäher unterwegs – und sorgt für die gepflegte Natur.

Ohne sie würden den Einwohnern von Wilster die städtischen Grünanlagen im wahrsten Sinne über den Kopf wachsen. Neun Mitarbeiter des Bauhofs sorgen dafür, dass immer alles gepflegt und schier aussieht. Einer von ihnen ist Thorsten Ahrens. Der gelernte Landmaschinentechniker gehört erst seit vergangenen September zum Team von Bauhofleiter Thomas Thede. Auch an diesem Tag ist er im Bürgermeistergarten mit dem Rasenmäher unterwegs. Bereut hat er den beruflichen Wechsel von einer Werkstatt in Fockendorf in den öffentlichen Dienst nicht. „Das macht mir sehr viel Spaß.“

Tatsächlich fehlt es auch nicht an Abwechslung. Rasen muss gemäht, Hecken und Rosen geschnitten, Baum gepflegt und Unkraut beseitigt werden. Dafür hat die Stadt ein neues Gerät angeschafft, mit dem gewissermaßen im Vorbeifahren mittels Hitze unerwünschtem Bewuchs zwischen Pflastersteinen der Garaus gemacht wird. „Es zeigt erste Wirkung“, urteilt Ahrens, der seit Monaten immer wieder mit dem Spezialfahrzeug im Stadtgebiet unterwegs ist. Im Bauhof freut man sich, mit Thorsten Ahrens über einen weiteren Experten verfügen zu können, der auch in der Lage ist, den vielschichtigen Fuhr- und Gerätepark am Laufen zu halten. Daneben sind dort gelernte Gärtner, Maurer, Schlosser und Maler im Einsatz. Diese werden bei der Vielfalt der Arbeiten auch gebraucht. Jetzt im Sommer gilt das Hauptaugenmerk allerdings den Grünanlagen. „Da investiert die Stadt wirklich eine Menge“, sagt Thomas Thede. Allein für die Pflege des Bürgermeistergartens könne in der warmen Jahreszeit täglich ein Mann gut beschäftigt werden. „Aber genau das macht die Stadt auch lebenswert“, ist Thede überzeugt, dass sich Einsatz und Aufwand lohnen.

„Unsere Arbeit wird am Stadtbild gemessen“, ist Thomas Thede sich bewusst, dass die Arbeit seiner Leute meist unter den kritischen Augen der Bevölkerung stattfindet. Dabei ist vielen oft gar nicht bewusst, was hinter den Kulissen alles geleistet wird. Allein das Geschehen rund um den Jahrmarkt bindet alljährlich zwei Mitarbeiter eine komplette Woche lang. Auffällig ist auch, dass die Stadt im Vergleich zu manch anderer Kommune recht sauber und aufgeräumt daherkommt. Thomas Thede führt das auch auf die im Stadtgebiet verteilte sehr hohe Zahl von Papierkörben zurück. „Ich habe sie mal gezählt. Es müssen so um die 170 sein.“ Entsprechend dauert eine Leerungsrunde auch einen ganzen Arbeitstag.

Bis zum Winter jedenfalls ist der Bauhof voll ausgelastet. Wie es dann weiter geht, hängt vor allem vom Wetter ab. In den vergangenen Jahren gab es nur wenige Wintereinsätze. Da konnten auch mal Überstunden abgebummelt oder fällige Innenarbeiten ausgeführt werden, wobei die Bandbreite von Schweißarbeiten bis zum Tapezieren von Decken reicht. Drohen Schnee und Eis, heißt es früh aufstehen. Im Wechsel nimmt immer ein Mitarbeiter täglich um 4 Uhr in aller Frühe den Zustand der Straße vor seiner eigenen Haustür in Augenschein. Bei Schnee und Eis muss der Bauhof dann ausrücken, wobei erst einmal sämtliche Schulwege sicher gemacht werden. Bis dahin wartet aber noch reichlich gärtnerische Arbeit. Und auch Thorsten Ahrens ist schon wieder auf dem Rasenmäher unterwegs. Oder er rückt Unkraut mit dem Brenner zu Leibe.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Aug.2016 | 17:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen