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Norddeutsche Rundschau

06. Dezember 2016 | 13:08 Uhr

Der grosse Jahrmarkt-Check : Volle Kraft voraus auf dem Rummel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bis Montag ist Jahrmarkt auf den Malzmüllerwiesen in Itzehoe. Unsere Reporter haben sich ins Getümmel gestürzt und ausgewählte Fahrgeschäfte getestet.

Twister, Troika, Remmi Demmi – jedes Mal, wenn der Jahrmarkt auf den Malzmüllerwiesen ansteht, stolpern wir in der Redaktion über die Namen der Fahrgeschäfte. Dieses Mal wollen wir endlich wissen, was sich dahinter verbirgt: Unsere freie Mitarbeiterin Sophia Voß (21), Fotograf Jan-Hendrik Helm (24) und mein Redakteurs-Kollege Delf Gravert (34) begleiten mich (30) zum großen Jahrmarkts-Check auf die Malzmüllerwiesen.

Zugegeben, erfahrene Jahrmarktgänger sind wir alle nicht. An unseren letzten Besuch erinnern wir uns alle nur noch dunkel. „Damals habe ich eine Flasche Schaumwein für meine Freundin geschossen. Das ist bestimmt schon zehn Jahre her“, meint Kollege Gravert. Ein Grund mehr also, um endlich mal wieder Gas zu geben.

Acht Fahrgeschäfte haben wir uns vorgenommen, zum Aufwärmen steigen wir in die Schneebahn Troika. Nichtsahnend hat sich der Kollege auf den äußeren Platz gesetzt und ist von den Fliehkräften überrascht, die mein volles Gewicht auf ihn drücken. „Einen leichten Schwindel spüre ich schon“, stellt er fest, als wir nach knapp fünf Minuten unsere Fahrt beenden. Für den Einstieg nicht schlecht!

Beim Bungee-Trampolin, eigentlich eher etwas für die jüngeren Gäste, lassen wir unserer Kollegin den Vortritt. 70 Kilo sind hier die Obergrenze. Schnell stellt Sophia Voß fest, dass es gar nicht so einfach ist, stets in der Mitte des kleinen Trampolins zu landen. Ein Mitarbeiter kommt ihr zu Hilfe. „Hierfür muss man Talent haben“, lautet ihr Urteil, als sie nach wenigen Minuten sichtlich außer Atem ist. Auch auf dem überdachten Kinderspielplatz Remmi Demmi werden noch einmal all unsere Kräfte gefordert. In einer Art Riesen-Hamsterrad kämpfen die Kollegen mit Koordinationsschwierigkeiten. Wo oben und unten ist, kann man da schon einmal vergessen.

Eine Fahrt im harmlos aussehenden Twister ist uns willkommene Abwechslung. „Was erwartet uns denn hier?“, fragt Sophia Voß einen der Mitarbeiter. „Keine Angst, es wird nicht schlimm.“ Er hat Recht, wir sind sogar angenehm überrascht von dieser Attraktion: Ähnlich wie ein Kettenkarussell lässt sie uns hoch über dem Marktgeschehen treiben und beschert einen tollen Blick auf die Innenstadt.

Jetzt wird es Zeit für Action. Der Breakdancer ruft, schon von Weitem sind die Techno-Klänge zu hören. Die Fahrt muss ich leider alleine antreten. „Da wird mir schon vom Zugucken schlecht“, sind sich meine Kollegen einig. In der Tat: Die kleinen Gondeln, die den Jahrmarkt-Besucher kräftig durchschütteln sind nichts für Dünnhäutige. Mit Ausblick und Beine baumeln lassen ist es hier vorbei. Dem Motto „Let’s fetz“, wie es über dem Kassenhäuschen steht, wird dieses Fahrgeschäft allemal gerecht.

Zwei der zahlreichen Kinderkarussells, die wir testen, lassen uns wieder zur Ruhe kommen. Gemütlich tuckern Sophia Voß und Jan-Hendrik Helm bei Volksmusik auf der Ladefläche eines Pickups im Kreis.

Im Autoscooter können wir unsere fehlende Jahrmarkt-Erfahrung nicht länger verbergen: „Wohl lange nicht mehr mitgefahren?“, fragt der Betreiber, als Sophia Voß – so wie in den andere Fahrgeschäften – ihren Chip beim Personal abgeben will. Beim Autoscooter gehört der in den Schlitz – eine von vielen neuen Erkenntnissen, die wir auf dem Jahrmarkt gewonnen haben. Was sich hinter Twister, Troika und Co. verbirgt, wissen wir jetzt auch.

Unser Fazit: Bei gutem Wetter lohnt sich der Rummel-Besuch allemal. Bei den Fahrgeschäften ist für jeden was dabei. Nur bei der Barrierefreiheit kann naturgemäß keine der Attraktionen punkten. Auf Nachfrage bestätigen viele Schausteller jedoch, dass sie Behinderten beim Einstieg gern behilflich sind.

Die vollständigen Testergebnisse lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Norddeutschen Rundschau.

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erstellt am 26.Aug.2016 | 05:00 Uhr

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