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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 11:05 Uhr

Glückstadt : Vier-Sterne-Hotel für Glückstadt geplant

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hamburger Unternehmer Alexander Valentin möchte die Elbestadt touristisch aufwerten. Über einen möglichen Standort bewahrt er noch Stillschweigen.

Kann sich die Elbestadt in ferner – vielleicht auch naher – Zukunft mit einem Vier-Sterne-Hotel schmücken? Geht es nach Vorstellungen und Visionen von Alexander Valentin, dann ja. Der international tätige Rechtsanwalt, Investment-Consultat und Inhaber eines Luxus-Hotels in Kapstadt (Süd-Afrika) möchte in Glückstadt die seiner Meinung nach bestehende Bedarfslücke bei der erforderlichen Hotelkapazität schließen. Das teilte der seit anderthalb Jahren mit Zweitwohnsitz in Glückstadt lebende Unternehmer während der Unterzeichnung eines weiteren Sponsoring-Vertrages mit der Stadt Glückstadt mit.

Valentin – dessen Kanzlei und Treuhandvermögensverwaltung sich in Hamburg befindet - sagte in einer Presseerklärung: „Durch meine berufliche Spezialisierung habe ich unter anderem internationale Tourismus- und Hotelprojekte konzipiert und realisiert.“ Außerdem fügte er an, dass mit Glückstadts Bürgermeisterin Manja Biel erste Gespräche über die erforderliche Kapazität eines Vier-Sterne-Hotels und potentielle Standorte stattgefunden hätten. Deren Vertiefung und möglicherweise Konkretisierung soll in den nächsten Wochen erfolgen.

Manja Biel steht dem Projekt positiv gegenüber: „Wenn wir den Tourismus attraktiv nach vorne bringen wollen, muss zwangsläufig auch die Bettenzahl erhöht werden.“ Die Verwaltungschefin meinte damit, dass es zwar viele Tagestouristen nach Glückstadt ziehe, sich die Verweildauer aber in Grenzen halte. „In einem Hotel mit Seminar- oder Schulungsräumen, dazu gut ausgestattete Standards, würden Gäste länger bei uns bleiben und damit auch die Stadt aufwerten“, prognostizierte die Bürgermeisterin. Und Alexander Valentin setzte nach: „Da in seiner Einmaligkeit in Glückstadt alle Faktoren vorhanden sind, bin ich überzeugt, dass eine derartige Investition wirtschaftlich lukrativ ist, das lokale Gewerbe fördert, nachhaltig weitere Arbeitsplätze schafft und Glückstadt zum überregionalen Tourismusmagneten werden lassen könnte.“

In seiner Presseerklärung nimmt sich Alexander Valentin die ebenfalls historische Stadt Stade zum Beispiel: „Im Gegensatz zu Stade sind wir hier in Glückstadt weder landes- noch bundesweit adäquat auf dem Radar von Tourismusunternehmen als historisch wichtiger und sehenswerter Zielort, trotz des Titels ,Stadtdenkmal“. Auch er sagt, dass die meisten Besucher sich nur zu Tagesausflügen, bedingt durch begrenzte Beherbergungskapazität, entschließen. Große Reiseveranstalter hätten auch aus dem Grund Glückstadt nicht im Programm. Vorliegende städtebauliche Untersuchungen und Entwicklungskonzepte weisen laut Valentin deutlich auf dieses Manko hin. Darum möchte er mit einem Hotel einen Beitrag zur potentiellen Entwicklung Glückstadts leisten. Über einen möglichen Standort bewahrte der Unternehmer Stillschweigen. Nur so viel ließ sich ihm entlocken: „Im fußläufig innenstadtnahen Bereich sollte es sein.“

Valentin hat sich als erster privater Hauptsponsor für die 400-Jahr-Feier mit der Stadt vertraglich festgelegt. Seine Begründung: „Als Hamburger hat mich die soziale und insbesondere die kulturelle Vielfalt in Glückstadt überrascht. Dazu kommt die warmherzige Aufnahme. Das genießt bei mir alles einen hohen Stellenwert. Mein Engagement soll auch ein Dankeschön an die Stadt und ihre Bürger sein.“ Der Unternehmer würde sich freuen, wenn sein Beispiel Schule für Andere machen würde, um in die Riege der Förderer einzutreten. Humorige, aber Ernst gemeinte Anmerkung von ihm: „Die Stadt schreibt auch Spendenbescheinigungen aus.“

Das Thema Sponsoring-Verträge (wir berichteten) scheint zum Erfolgsmodell zu werden. Zu den bekannten Unterstützern städtischer Aktivitäten gesellen sich immer mehr Unternehmen – und jetzt augenscheinlich auch privat engagierte Menschen. Manja Biel: „Ganz ehrlich: Ich habe fest damit gerechnet.“

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