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Norddeutsche Rundschau

02. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Neubau in Itzehoe : Viel „Futter“ für das neue Kreishaus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der städtebauliche Ideen-Wettbewerb zum Kreishaus-Neubau ist abgeschlossen. Die beteiligte Architektenbüros stellten die Ergebnisse der Öffentlichkeit vor.

Wer erwartet hatte, am Ende des Abends eine Vorstellung davon zu haben, wie das künftige Kreishaus aussehen wird, wurde enttäuscht: Ziel des städtebaulichen Ideenwettbewerbs, dessen Ergebnisse am Montagabend im Kreistagssaal öffentlich präsentiert wurden, sei nicht „das Küren eines Siegers“ gewesen und auch nicht „die Ausgestaltung einer konkreten architektonischen Lösung“, stellte Stadtplaner und Moderator Daniel Luchterhandt gleich zu Beginn klar. Es sei darum gegangen „Futter“ für die weitere konkrete Planung zu liefern.

Über ein halbes Jahr hatte Luchterhandts Hamburger Büro einen Dialogprozess zwischen den am Ideenwettbewerb beteiligten Architekten, Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit gestaltet, hatte in Workshops und Kolloquien alle Interessengruppen an einen Tisch gebracht (wir berichteten). Nun stellten die fünf Büros, deren stadtplanerischen Entwürfe für den Kreishaus-Neubau der Ausgangspunkt der Diskussionen waren, ihre überarbeiteten Pläne erneut vor. Rund 100 Zuhörer, viele aus Politik und Verwaltung, waren gekommen, um sich die Ideen anzusehen.

„Wesentliche Verbesserungen“, stellte Stadtplanerin Christiane Thalgott, Vorsitzende der Jury, an den Entwürfen fest, die „sehr unterschiedliche Angebote“ für die weitere Planung liefern würden. Deutlich wurde bei allen Architekten das sichtliche Bemühen, auf die Anregungen aus den vorherigen Veranstaltungen einzugehen und beispielsweise die von Anwohnern in der Karlstraße gefürchtete blockartige Fassade eines Neubaus abzumildern. Deutlich wurde im Laufe der Präsentationen aber auch, dass bisher wenig entschieden ist und viele Optionen – inklusive des umstrittenen Abrisses des Bahnhofshotels – in den Entwürfen schlummern. Für die seriöse Beurteilung konkreter baulicher Fragen zu den alten Gebäuden fehle aber teilweise noch die technische Grundlage, stellte Architekt Hans-Joachim Agather klar. So müssen zunächst Statik und Bausubstanz untersucht werden, bevor entschieden werden könne, ob beispielsweise das Bahnhofshotel umgebaut werden könne oder nur die Fassade stehen bleibe, wie es mehrere Entwürfe aus dem Wettbewerb vorsehen.

In der anschließenden Diskussion ernteten die Entwürfe in einigen Wortmeldungen grundsätzliche Zustimmung. Diskutiert wurden eher Details, wie die Frage, ob ein möglicher Innenhof auch abends und am Wochenende öffentlich zugänglich sein solle und ob ausreichend Parkplätze zur Verfügung stünden. „Anhand der städtebaulichen Entwürfe zum Neubau des Kreishauses sind wir überzeugt, dass es eine qualitätsvolle und gut funktionierende Lösung für die Kreisverwaltung geben wird“, zog Landrat Torsten Wendt am Ende Bilanz.

Aus dem „Futter“ des Ideenwettbewerb werden nun Arbeitsgruppen der Verwaltung ein Konzept für den Neubau erstellen. „Unser Zeitplan sieht vor, dieses im Dezember den politischen Gremien vorzulegen“, sagt Kreisbauamtsleiterin Daniela Immich. >

Die fünf Entwürfe sind auf der Internetseite des Kreises unter www.steinburg.de einzusehen.

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erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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