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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 04:18 Uhr

Zwischen Herzhorn und Dückermühle : Unfall im Kreis Steinburg: 30-Jährige stirbt im Autowrack

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eine junge Frau ist Sonnabend bei einem tragischen Unfall in Herzhorn ums Leben gekommen. Die Polizei sucht dringend Zeugen.

Herzhorn | Tödlicher Verkehrsunfall auf der Landesstraße zwischen Herzhorn und Dückermühle im Bereich Lesigfeld (Kreis Steinburg): Dort ist am frühen Sonnabendabend eine 30 Jahre alte Autofahrerin ums Leben gekommen. Die genaue Unfallursache steht noch nicht fest. Deshalb sucht die Polizei mögliche Zeugen.

Wie die Beamten mitteilen, war die im Glückstädter Umland wohnende Frau mit ihrem Kleinwagen auf der Landesstraße 168 aus Richtung Dückermühle kommend unterwegs und wollte nach Hause. Aus noch nicht geklärten Gründen geriet die 30-Jährige dann kurz vor Herzhorn mit dem Chevrolet auf die Gegenfahrbahn, kam ins Schleudern, prallte mit der Fahrerseite frontal gegen einen Baum und rutschte anschließend in die parallel zur Straße verlaufende und erst kürzlich ausgebaggerte tiefe Wettern.

Bemerkt wurde der Unfall kurz darauf von einer Autofahrerin, die an der Unfallstelle vorbeikam. Sie war auf die am Fahrzeug noch brennenden Autoscheinwerfer aufmerksam geworden, hielt an und stoppte weitere Verkehrsteilnehmer.

Ersthelfer zögerten keinen Augenblick und sprangen in das kalte Wasser, um der Verunglückten zu helfen. In diesem Moment kam auch André Möller mit seinem Bau-Lastwagen an der Unfallstelle vorbei und wurde auf das Unfallgeschehen aufmerksam. Der bei einem Straßenbauunternehmen beschäftigte Mann verschaffte sich kurz einen Überblick und fuhr anschließend seinen 8-Tonnen-Bagger vom Anhänger.

Inzwischen hatten die im Wasser stehenden Retter die leblose Frau aus ihrem Fahrzeug befreit. Mit Hilfe der Baggerschaufel hob André Möller die Verunglückte behutsam an den Fahrbahnrand, wo Ersthelfer sofort mit der Reanimation begannen. Kurz darauf trafen in rascher Folge Rettungsdienst, Notärztin, Polizei sowie Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Herzhorn und Glückstadt an der Unglücksstelle ein.

Auch die Tauchereinsatzgruppe der Feuerwehr Itzehoe wurde von der Rettungsleitstelle alarmiert, kam vor Ort aber nicht mehr zum Einsatz. Der Baggerfahrer und ein Landwirt hievten anschließend das Unfallauto aus dem Wassergraben zurück an den Straßenrand, wo die Retter weiterhin vergeblich um das Leben der jungen Frau kämpften. Ein Notfallseelsorger nahm sich anschließend der Einsatzkräfte an.

Zur Ermittlung der genauen Unfallursache wurde noch am Abend ein Sachverständiger der Dekra hinzugezogen. Die Landesstraße 168 war deshalb bis kurz nach 19 Uhr voll gesperrt.

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