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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 18:36 Uhr

Kohlenbek : Tollkühne Fahrer im Rennfieber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim 20. Stock-Car-Event lieferten sich mehr als 100 Teilnehmer spannende und oft gnadenlose Wettkämpfe.

Auf einer bestens präparierten Rennstrecke, umgeben von zahlreichen begeisterten Stock-Car-Fans wurde am Wochenende der vierte Lauf der Norddeutschen Stockcar-Meisterschaften im Bokelrehmer Ortsteil Kohlenbek ausgetragen. Spannende Duelle, zahlreiche Überschläge und interessante Rennen wurden bei optimalen Wetterbedingungen geboten. Verantwortlich für die Austragung der zum 20. Mal stattfindenden Veranstaltung mit Kultcharakter war wieder das heimische „Blue Wonder“-Team, das sich insbesondere über die Teilnahme von mehr als 100 Schrottkisten-Rowdys aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und Dänemark freute.

Und denen ging es nicht nur darum, am schnellsten zu sein. Vielmehr wollten sich die tollkühnen und entschlossenen Piloten, die in fünf verschiedenen Klassen von 60 bis 130 PS und Allrad gegeneinander antraten, wieder einmal mehr gnadenlose Wettkämpfe liefern, um ihre Gegner möglichst geschickt zum Überschlag zu bringen. „Uns geht es nicht um Höchstgeschwindigkeit – wir müssen während der Wertungsläufe Punkte sammeln“, sagt Thomas aus Hamburg und fügt hinzu, dass das „nur durch Vollkontakt möglich“ sei. „Das heißt, dass man seine Konkurrenten anfährt und sie möglichst geschickt zu einer 90 Grad-Drehung bewegt. „Besser noch, man bringt sie gleich zum Überschlag.“ Und so blieb es zur Freude der Zuschauer nicht aus, dass es des öfteren laut krachte und schepperte, bis der eine oder andere Pilot mit seinem ohnehin schrottreifen Fahrzeug auf dem Dach liegen blieb und schließlich mit schwerem Gerät von der Rennstrecke befördert werden musste.

Möglich sei das alles jedoch nur, weil die Motorsportler beim Stoppelfeld-Rennen die sonst strenge Straßenverkehrsordnung ebenso ignorieren können wie Rücksicht, Anstand und Moral. Schließlich lasse sich die Konkurrenz nur mit Drängeln, Rasen und Schubsen ausschalten.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hatten sich die Gastgeber neben einem bunten Programm mit Spiel und Spaß noch etwas Besonderes für die jüngsten Besucher einfallen lassen. Sie kamen immer dann auf ihre Kosten, wenn die Strecke mal gerade nicht für das rasante Rennen genutzt wurde. Als Beifahrer bekamen sie die Möglichkeit, die Action auf der Rennstrecke auch mal hautnah zu erleben.

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