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Klosterhofschule Itzehoe : Tödliche Kette: Ein Fantasyfilm gegen Mobbing

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schülerprojekt mit Regisseur Michael Söth feiert Premiere.

Rot leuchtende Augen und ein goldenes Amulett funkeln ins Dunkel. Ein Raunen ertönt, als die Augen plötzlich verschwinden und bei mystisch klingender Musik die Fassade der Klosterhof-Schule auf der Leinwand auftaucht und kurz darauf ein normaler Morgen kurz vor Schulbeginn zu sehen ist.

Der Film „Tödliche Kette“, den Schüler der Klosterhof-Schule mit dem bekannten Kieler Filmemacher Michael Söth gedreht haben, feierte am Dienstagabend in der Aula der Kaiser-Karl-Schule Premiere. Er ist eine Mischung aus Fantasy und Horror, hat aber dennoch einen ernsten Hintergrund. „Wir wollten zeigen, dass Mobbing nicht spurlos an uns vorbeigeht“, erklärt Schülerin Johanna vom Making-Of-Team, bevor sie nach einigen lustigen Szenen von den Dreharbeiten die Bühne für den Film freigibt. Und dieser Streifen hat es in sich.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein magisches Amulett, das schon vor 35 Jahren für Aufregung gesorgt hatte, weil sich in Verbindung mit ihm an der Klosterhof- Schule mysteriöse Todesfälle ereignet hatten. Mit einer neuen Schülerin, der Protagonistin Elisabeth, gespielt von der 16-jährigen Merle, taucht die Kette wieder auf, was verheerende Folgen hat. Sie befähigt Elisabeth, andere Schüler zu ermorden. Mit einem grimmigen Blick steht sie vor den Schülern, die zuvor noch andere erniedrigt, beleidigt und gemobbt haben, das Amulett stößt eine Flamme aus und ihre Gegenüber liegen leblos am Boden.

Während der Film läuft, ist es in der gut gefüllten Aula angespannt still. Die Mischung aus Horror und Realität wirkt beeindruckend und erst auf den zweiten Blick lässt sich erahnen, dass der Film von Schülern gemacht wurde, denn Kunstblut und Effekte passen genauso perfekt wie die Schauspielkünste der Schüler.

Für noch mehr Professionalität sorgen die verschiedenen Drehorte und der Einsatz eines Rettungswagens. Es wird deutlich, wie sehr die Schüler sich eine Woche lang für ihren Film angestrengt haben. Michael Söth ist begeistert von dem Ergebnis. „Während der Dreharbeiten war es oft so, dass ich zugeschaut habe und nichts zu tun hatte, so gut kamen die Schüler zurecht“, erzählt er lachend.

Der Film ist für ihn ein professionelles Produkt geworden. „Ich bin positiv überrascht. Ich kenne einige Schauspieler, die schon schlechter mitgearbeitet haben. Das hier war wirklich Teamwork.“ Auch Bert Beutner, der das Projekt als Lehrer organisatorisch begleitete, lobt die Schüler und das gelungene Ergebnis: „Es lief alles super, vom Drehbuch bis zum Schnitt. Ich denke, da haben die Schüler einiges gelernt.“ Schulleiter Gerd Freiwald, der im Film einen wichtigen Hinweis gibt, verspricht: „Das Filmprojekt soll zu einer festen Einrichtung werden, denn der Erfolg ist unübersehbar.“

Und spätestens als Elisabeth in Flammen aufgeht und nur aufmerksame Zeitungsleser wissen, dass das alles am Computer entstanden ist, wird jedem klar, dass auch Schüler einen professionellen Film drehen können, der die Premierenfeier durchaus verdient hat.

>Info: Der Film ist ab sofort über das Video-Portal Youtube abrufbar / Suchbegriffe: „Tödliche Kette“ und „Klosterhof-Schule“.

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