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Norddeutsche Rundschau

05. Dezember 2016 | 01:39 Uhr

Wahlparteitag : Thissen will wieder in den Bundestag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Steinburger SPD nominiert die 56-jährige Itzehoerin mit großer Mehrheit zur Kandidatin für den Bundestag.

Karin Thissen will auch nach der Wahl im kommenden Jahr für die SPD in den Bundestag einziehen. Auf der Wahlkreiskonferenz in Wilster wurde die Bundestagsabgeordnete am Mittwochabend mit großer Mehrheit für den Wahlkreis 3 (Steinburg, Dithmarschen-Süd, Segeberg-West) nominiert. Die 56-jährige Itzehoerin erhielt 78 und damit 88,6 Prozent der Delegiertenstimmen, bei sieben Gegenstimmen und drei Enthaltungen.

Unmittelbar nach ihrer Wahl war ihr nicht nur den Beifall der Delegierten gewiss, sie konnte auch die Glückwünsche des stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Lothar Schramm und der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen entgegennehmen, die am Vorabend abermals zur Landtagskandidatin ihrer Partei gewählt worden war. Schramm sprach von einem „tollen Ergebnis, das Karin und die SPD stärkt“.

Thissen gehört erst seit Mai vergangenen Jahres als Nachrückerin dem Deutschen Bundestag an. Schwerpunkte ihrer politischen Arbeit sind die Themen Lebensmittelsicherheit, Tierarzneimittel und Veterinärwesen. Für diesen Bereich bringt sie ihre berufliche Qualifikation als Tierärztin mit in die politische Arbeit und speziell in den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft ein. „In der nächsten Wahlperiode möchte ich wieder die starke Stimme der Westküste in Berlin sein und gleichzeitig fachliche Impulse für eine sozialdemokratische Landwirtschaftspolitik setzen“, betonte die 56-jährige Mutter von vier Kindern. Es gehe ihr um einen „frischen Blick auf die Zukunft der Landwirtschaft aus der Sicht der Verbraucher“. Umfassend listete die Abgeordnete die Eckdaten ihrer politischen Arbeit in den zurückliegenden knapp eineinhalb Jahren auf.

Schon vor ihrer erneuten Nominierung hatten die Delegierten die Arbeit und Einsatzfreude der Kandidatin gelobt und stellten die Herausforderung für die Bundestagswahl heraus, auch die Nichtwähler für den Urnengang zu motivieren. Der Dithmarscher Kreisvorsitzende Michael Woldmann war „begeistert, dass sich Karin Thissen als Mitglied des Bundestages fantastisch entwickelt hat“. Ebenso äußerte sich die stellvertretende Segeberger Kreisvorsitzende Katrin Fedrowitz.

Der Wilsteraner Sozialdemokrat Otto Andresen machte „eine große Unruhe in der Bevölkerung über die Zukunft der Rente“ aus und appellierte an die Abgeordnete, sich für eine Bürgerversicherung einzusetzen, in die alle einzahlen müssen. Zugleich kritisierte er die prozentualen Rentensteigerungen, von denen die Großverdiener in besonderem Maße profitierten, während die kleinen Leute mit geringer Rentensteigerung immer mehr ins Abseits gedrängt würden. Die Lösung sah Andresen in der Berechnung einer nominal gleich hohen Rentenerhöhung für alle.





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