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Norddeutsche Rundschau

07. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Tag des offenen Denkmals: Veranstaltungen im gesamten Kreis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Der Tag des offenen Denkmals bietet eine gute Gelegenheit, nicht nur die Denkmäler selbst, sondern auch die Menschen, die mit viel Engagement zu ihrer Erhaltung beitragen, kennenzulernen“, sagt Beate von Malottky von der Denkmalschutzbehörde des Kreises. Nicht nur in Itzehoe können am morgigen Sonntag alte Bauten besichtigt werden. Auch in anderen Teilen des Kreisgebietes sind Besichtigungen möglich. Insgesamt zwölf Denkmäler sind offiziell bei der bundesweiten Aktion angemeldet. Die Betreiber von weiteren Einrichtungen haben sich angeschlossen.

In Glückstadt sind neben dem Stellwerkmuseum und dem angrenzenden Museumsgleis auch der Zollkreuzer Rigmor von 1853 und das Brückenhaus am Rethövel für Besucher geöffnet. Um 14 Uhr beginnt am Marktplatz vor der Stadtkirche eine Führung durch die historische Innenstadt. In Kellinghusen öffnet die Kirchengemeinde die Türen der St.-Cyriacus-Kirche, deren älteste Mauern bereits aus dem Jahr 1154 stammen. Ihr hölzerner Vorläufer soll der Überlieferung nach sogar bereits im 9. Jahrhundert vom berühmten Bischof Ansgar von Bremen gegründet worden sein.

In Wilster führen Mitglieder des Rathausvereins durch das Neue und das Alte Rathaus. Letzteres spiegelt noch heute die wirtschaftliche Blütezeit der Stadt im 16. Jahrhundert wider. Besichtigt werden können die Ratsweinstube, das Gefängnis im Keller, der Festsaal und die Gerichtsstube, wo heute die Doos'sche Bibliothek untergebracht ist.

Wer sich für die Geschichte der Landwirtschaft interessiert, ist in Oelixdorf und Neuendorf bei Elmshorn richtig. Die Alte Kate in Oelixdorf beherbergt unter anderem zwei Landarbeiterwohnungen von 1860, die fast vollständig in ihrem ursprünglichen Zustand mit Alkoven, Herdstelle und Rauchfang erhalten sind. Stück für Stück wird das alte Gebäude restauriert, und der Verein zur Pflege historischer Gebäude in Oelixdorf lädt Besucher ein, sich über den aktuellen Stand der Arbeiten zu informieren. Ab 12.15 Uhr sorgt der Oelixdorfer Musikzug zudem für Unterhaltung. Im Neuendorfer Ortsteil Moorhusen bietet der Bauernhof Rehder, der sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist, ebenfalls Einblicke in das Leben der Bauern in der Marsch in den vergangenen Jahrhunderten.

Ebenfalls sonst nicht geöffnet sind die Nagelschen Fachwerkhäuser am Sandberg in Itzehoe. „Sie sind am Tag des Denkmals vorerst zum letzten Mal zu besichtigen“, erklärt Eigentümer Hans Ramm. Er baut die seit 1659 bestehenden Fachwerkhäuser gerade aufwändig für eine private Wohnnutzung um. Wer unter anderem einen Blick auf die Diele mit barocker Treppe, ist am Sonntag willkommen.

Lohnen könnte sich auch ein Ausflug nach Krempe. Dort klären die Mitglieder des Fördervereins für denkmalgeschützte Gebäude über das Wahrzeichen der kleinen Marschenstadt, den markanten Wasserturm auf. Dessen Geschichte, sein gegenwärtiger Zustand und zukünftige Planung zum baulichen Erhalt sowie Ideen zu seiner sinnvollen Verwendung sind Thema eines Vortrags.

> Alle Veranstaltungen mit Uhrzeiten und Adressen unter www.tag-des-offenen-denkmals.de/laender/sh/29/

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erstellt am 09.Sep.2016 | 14:48 Uhr

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