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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 10:05 Uhr

Konzert : Super Musik – aber zu wenig Besucher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steinburger Oldie-Club veranstaltete letzte Oldie-Night in herkömmlicher Form im Wilsteraner Colosseum.

Mit einem abwechslungsreichen Programm feierte der Steinburger Oldie Club (SOC) seine Oldie Night im Colosseum Wilster. Der Vorsitzende Andreas Laabs begrüßte die zirka 250 Gäste und wies mit Blick auf die Geschichte des Clubs auf das veränderte Publikumsverhalten hin. „Die Resonanz wird weniger, Veranstaltungen dieser Art sind immer schlechter besucht.“ Auch Colosseums-Wirt Michael Mehrens sieht den Trend rückläufig. „Die Leute, die kommen, haben Spaß, aber es sind zu wenige“, fügte er hinzu. Bei guter Livemusik konnte gerockt, gerollt und abgetanzt werden. Den Konzertreigen eröffneten die The White Lines aus Neumünster mit Rockabilly und animierten die Besucher zu gewagten Hüftschwüngen. Eingefleischte Fans waren dazu in Petticoat und entsprechenden Shirts unterwegs.

Seit 30 Jahren tourt „Break Even“ aus Hamburg durch die Lande und hat sich als Status Quo-Coverband einen Namen gemacht. Mit „Rockin‘ all over the world“, „What ever you want“ und natürlich „In the Army now“ rockten sie den Saal. „Stand up and fight“ – das sahen einige Gäste als Motto für den Oldie-Club. Auch, wenn der SOC noch nicht vor der Auflösung steht, ist durch die steigenden Kosten und die niedrigen Besucherzahlen eine Oldie-Nacht so nicht mehr möglich. Immer wieder hieß es von Seiten des Publikums, dass „die Oldie Nacht nicht sterben“ dürfe.

„Ich fände es traurig, wenn die Ära SOC-Oldie-Night zu Ende gehen soll“, sagte dazu Andreas Laabs nach der Show. Es werde derzeit über andere Rahmenbedingungen, wie beispielsweise eine Anhebung des Eintrittspreises und kleine Säle, nachgedacht. „SOC on Tour könnte das neue Motto werden“, so Laabs. Als dritte Band hatten sich „Pale Face“ für einen allerletzten Auftritt wieder zusammengefunden. Vor zwei Jahren hatte sich die Gruppe getrennt. „Es passte einfach nicht mehr“, sagt dazu Sängerin Lisa Linder. Dass die Musiker sich gut verstehen und Spaß auf der Bühne hatten, konnten die Besucher merken. Pale Face startete mit Hits von Gloria Gaynor bis Pur, Klaus Lage und Matthias Reim voll durch.

Während die beiden Gitarristen Carsten und Olaf Tesch der White Lines auch auf der Tanzfläche spielten, führten Dennis Paulsen und Benedikt Wegener von „Pale Face“ bei „I just can’t get enough“ von Depeche Mode eine Polonaise durch den ganzen Saal. Erst nach mehreren Zugaben konnten die Lokalmatadoren die Bühne verlassen und Andreas Laabs die in dieser Form wohl letzte Oldie-Night beenden.


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