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Norddeutsche Rundschau

10. Dezember 2016 | 04:16 Uhr

Klinikum Itzehoe : Süße Medizin beim Tag der offenen Tür

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vielfältiges Programm im Klinikum: Besucher informieren sich auf Rundgang über die verschiedenen Einrichtungen des Itzehoer Krankenhauses

Wiederbelebung, Wassergymnastik und Wundversorgung – das sind nur einige der Aktionen, die gestern beim Tag der offenen Tür im Klinikum Itzehoe geboten wurden. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Krankenhauses konnten die Besucher Einblicke in die verschiedenen Abteilungen erlangen. „Wir haben heute wirklich alle Türen geöffnet, die wir öffnen können“, erklärte Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Denn neben den zahlreichen Vorführungen, Vorträgen und Aktionen läuft der normale Klinikalltag mit zurzeit rund 600 stationären Patienten weiter. Und damit diese nicht gestört werden, war für die Besucher ein Rundgang mit verschiedenen Stationen konzipiert worden.

Dem folgte auch der achtjährige Kjell aus Itzehoe mit seiner Familie und schaute in der Teddyklinik vorbei. „Wir haben meinen Teddy abgehört, weil er erkältet ist“, so Kjell. Kinderärztin Franziska Gniech hilft dem Achtjährigen dabei, danach darf er einige Süßigkeiten als Medikamente für sein krankes Stofftier einpacken.

Ein Stockwerk darüber läuft Mariena Clausen zwischen auf dem Boden geklebten Streifen hin und zurück. Sie lässt bei Petra Keil, die Ergotherapeutin im Bereich Geriatrie ist, ihr Gangbild und Gleichgewicht überprüfen. Dafür muss sie zwischen zwei Linien laufen, die sie nicht übertreten darf. Mariena Clausen arbeitet in der Psychiatrie des Klinikums und ist mit ihren Kindern zum Tag der offenen Tür gekommen, damit die beiden „sehen, wo ich arbeite“, erklärt die 46-Jährige. Außerdem bekomme sie selbst trotz ihrer Arbeit im Klinikum auch nicht alles zu sehen.

Damit die Besucher beim Tag der offenen Tür aber möglichst viel entdecken konnten, gab es die Möglichkeit, sich einen Gesundheitspass oder einen Kinderpass abzuholen und verschiedene Stationen abzulaufen. Die Gelegenheit ließ sich Traute Tange aus Münsterdorf nicht nehmen. Die 74-Jährige probierte sich an einem minimalinvasiven Eingriff an einem Gummibärchen. „Das ist ein Training am Simulator für Schlüssellochchirurgie, das sonst Auszubildende machen“, erklärt Oberarzt Evgenij Makuschkin. So einfach wie es aussieht, ist es nicht, den Gummibären zu greifen. „Ich finde es toll, das mal ausprobiert zu haben, auch wenn es schwierig war“, freut sich Traute Tange.

Ein großes Interesse hatten die Besucher auch an der Klinik für Urologie und Kinderurologie. Guido Pflüger, stellvertretender Teamleiter für Endoskopie zeigte dort das Verfahren zum Zertrümmern von Nierensteinen und anhand von einem Kürbis eine Elektroresektion. „Hier kommen auch viele ältere Besucher vorbei, denen erklären wir, wie minimal die Verfahren eigentlich sind“, so Pflüger. Das Interesse von Lukas Heesch (24) aus Itzehoe hingegen lag eher an der Technik, die dort verwendet wird: „Ich finde es faszinierend, wie modern die heutige Technik ist und was für Möglichkeiten man überhaupt hat.“

Neben den Kliniken, die im Klinikum selbst untergebracht sind, öffneten neben einigen weiteren Praxen auch die Krankenpflegeschule der DRK-Schwesternschaft Ostpreußen und die Rettungswache ihre Tür. In der Rettungswache gab es dann sogar noch die Tür in den Krankenwagen, durch die die Besucher gehen durften. Das probierte Finja (8) aus Brunsbüttel gleich aus und lag zur Probe auf der Liege. Neben ihren Fahrzeugen zeigten die Notfallsanitäter die richtige Wiederbelebung.

„Das Angebot war schon wirklich sehr groß“, sagt Bernhard Ziegler. Highlight aus seiner Sicht sei der neue Hybrid-OP-Saal. In diesem kann neben der normalen Operation auch noch die Untersuchung über ein Röntgengerät durchgeführt werden. Zahlreiche Besucher hatten sich extra für eine Führung angemeldet, um den OP-Saal zu besichtigen, der seit Anfang September in Betrieb ist. „Wir können auf diesen OP wirklich stolz sein“, so Ziegler.

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