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Verbraucherberatung : Strom und Wärme sparsam nutzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbüttel: Verbraucherzentrale unterstützt Bauherrn und Immobilienbesitzer bei der Energieberatung.

Als Michael Wamser vor rund sieben Jahren eine stark sanierungsbedürftige zweigeschossige Jugendstil-Bauernvilla aus dem Jahre 1910 am Stadtrand Brunsbüttels erwarb, war dem 56 Jahre alten Industriemeister und technischen Betriebswirt durchaus bewusst, worauf er sich eingelassen hatte. Marode Fenster, fehlende Dachdämmung, eine in die Jahre gekommene Heizungsanlage sorgten neben einer Vielzahl weiteren Faktoren für extrem hohe Energiekosten. Ein Sanierungsplan musste her, der den Altbau nicht nur zu einer Wohlfühloase, nach den persönlichen Wünschen des Bauherrn umgestalten sollte. Es galt zudem Maßnahmen zu berücksichtigen, um das Leben in dem Haus energieeffizienter zu gestalten.

„Beim Kauf der Fenster habe ich gemerkt, wie wichtig die fachmännische Beratung ist“, sagt Michael Wamser. Der Elektronik-Experte, der die Sanierung zum überwiegenden Teil in Eigenregie durchführt, hatte sich bei seiner Suche nach den passenden Fenstern für eine qualitativ hochwertige Dreifachverglasung entschieden. „Der Kundenberater riet mir dringend davon ab, da ich mir bei dem alten Haus und den ausgewählten Fenstern Feuchtigkeit ins Gebäude holen würde. Stattdessen empfahl er mir die kostengünstigere Zweifachverglasung“, erinnert sich Wamser.

„In diesem Fall ein guter Rat“, findet Doris Ulka. Die freie Architektin zählt zu einer Gruppe von Honorarmitarbeitern, die für die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein Energieberatungen durchführt. „Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Energie-Checks die wir anbieten“, sagt die Energieexpertin. Angefangen beim Basis-Check für Mieter, Haus- oder Wohnungseigentümer, der den Strom- und Wärmeverbrauch unter die Lupe nimmt, um Einsparpotenzial zu ermitteln, übern Gebäude-, Heiz- und Solarwärme-Check bis hin zum Detailcheck, bei dem einzelnen, spezifischen Energieproblemen auf den Grund gegangen wird. „Alle Untersuchungen werden durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert, sodass der Verbraucher lediglich einen geringen finanziellen Betrag zwischen fünf und 40 Euro aus eigener Tasche zahlen muss“, erklärt Carina Vogel von der Verbraucherzentrale. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote sogar kostenfrei.

Bei dem Rundgang durch die bereits teilsanierte Jugendstil-Bauernvilla im Rahmen des Gebäude-Checks bescheinigte die Architektin dem Bauherrn, auf dem richtigen Weg zu sein. Der Einbau einer modernen Heizungsanlage, neuer Fenster sowie der eingebrachten Zwischendeckendämmung hat bereits dazu geführt, die Energiekosten zu senken. Und auch die Ausstattung der Küche und des Wirtschaftsraums mit Elektrogeräten der Energieeffizienz-Klassen mit dem niedrigsten Stromverbrauch war ein sinnvoller Entschluss um die Energiekosten zu reduzieren. Und doch konnte die Energieexpertin dem Elektrofachmann noch ein paar hilfreiche Tipps mit an die Hand geben. „Den Kühlschrank können Sie gerne auf 5 Grad und das Tiefkühlfach auf -18 Grad Celsius einstellen“, sagte Doris Ulka, der auffiel, dass beide Geräte noch in der Werkseinstellung betrieben wurden. Hilfreiche Anregungen gab es darüber hinaus für die Auswahl des Dämmmaterials für den Dachstuhl sowie das Angebot, bei einer möglichen Beantragung von Zuschüssen behilflich zu sein.

„Es gibt eine Vielzahl stetig wechselnder Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Kommunen die sich an Bauherren sowie Hausbesitzer, die ihre Häuser energetisch sanieren wollen richten“, so Ulka. Für Menschen, die sich nur hin und wieder mit dem Thema beschäftigen, sei es nahezu unmöglich diesen „Förderprogamm-Dschungel“ zu überblicken und die passende sowie lukrativste Förderung ausfindig zu machen.

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