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Norddeutsche Rundschau

08. Dezember 2016 | 19:12 Uhr

Nepal-Hilfe: : Steinburger spendeten über 30 000 Euro

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zwei Hohenlockstedter Familien hatten nach dem Erdbeben im vergangenen Jahr um Unterstützung gebeten.

Besuch aus Nepal hatte die Familie Jabusch. Die 22-jährige Sushama Aryal kam für einige Tage nach Hohenlockstedt, um Grüße aus ihrer Heimat zu überbringen, Norddeutschland kennenzulernen und sich für Spenden zu bedanken, die nach dem verheerenden Erdbeben in ihr Heimatland geflossen sind. Denn zahlreiche Steinburger hatten 2015 auf Spendenaufrufen der Familien Jabusch und Knutzen reagiert und spontan geholfen.

Sushama Aryal absolvierte in Kathmandu/Nepal ein Bachelorstudium und hat im vergangenen Jahr in Burladingen/Baden Württemberg als Au Pair gearbeitet. Nun beginnt sie in Stuttgart ein Freiwilliges Soziales Jahr, damit will die 22-Jährige die Grundlage für eine geplante medizinische Ausbildung in Deutschland schaffen.

Der Kontakt nach Hohenlockstedt entstand im Jahre 2012. Mascha Jabusch (28) reiste damals im Februar aufgrund einer großen Exkursion ihres Geographiestudiums nach Nepal und wanderte mit ihrer Studiengruppe zum Mount Everest Basecamp. Dort begleitete Suman Aryal, der Bruder von Sushama, die Hamburger Studenten und Professoren. Es entstand eine tiefe Freundschaft. 2014 reisten Mascha und ihr Bruder Matthias Jabusch (29) nach Nepal und besuchten unter anderem Suman Aryals Familie in der Gorkha Region. Dort lernten sie auch Sushama Aryal, ihre Geschwister, Eltern und Großvater kennen und wurden herzlichst in dem Dorf empfangen.

Nach dem verheerenden Erdbeben in 2015 in Nepal startete Mascha Jabusch einen Spendenaufruf im Internet – 5000 Euro kamen zusammen. Das Geld wurde von Suman Arayl und seiner ehrenamtlichen NGO Secure Children Save Environment, kurz SEC Nepal (www.secnepal.org/contacts.php) verwaltet. Mit den Spenden konnte sein Heimatbergdorf – es liegt in der Nähe des Epizentrums – mit Bambushütten ausgestattet werden. „Außerdem wurden Hilfsgüter an die Dorfbewohner ausgeteilt und Straßenkinder, die Suman zuvor auch schon ehrenamtlich betreute, versorgt“, sagte der Gast.

Bei Sushama Aryals Besuch in Hohenlockstedt lernte sie auch Ursula, Johanna und Tanja Knutzen aus Springhoe kennen. Johanna Knutzen studierte in Kathmandu Buddhismus und Sprachen und erlebte das Erdbeben mit. Mit Hilfe ihrer Familie, die schon seit Jahrzehnten enge Verbindungen zu Nepal hat, startete auch sie einen Spendenaufruf und organisierte im Zuge dessen ein Benefizkonzert mit Hilfe der regionalen Kirchenmusiker (wir berichteten). Auf dem Spendenkonto gingen fast 30 000 Euro ein. Mit dem Geld, das auch wie bei Sushama Aryal direkt an die betroffenen Erdbebenopfer weitergeleitet wurde, konnte schnell und unbürokratisch geholfen werden. „So wurden unter anderem dringend benötigte Kinderkleidung und Speisen kurzfristig angeschafft, drei Dörfer mit Bambushäusern ausgestattet, eine Schule wiederaufgebaut und ein Badehaus für Frauen errichtet werden“, sagt Johanna Knutzen. (weitere Informationen unter www.namaste-nepal.de). In Kürze kehrt Johanna Knutzen nach Nepal zurück, um ihr Studium wieder aufzunehmen. Für Sushama Aryal stand noch ein Besuch in Schönberg an der Ostsee mit Familie Jabusch auf dem Programm und sie besuchte danach Mascha Jabusch und ihre Familie in Hamburg.

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erstellt am 21.Aug.2016 | 08:15 Uhr

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