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Norddeutsche Rundschau

28. März 2017 | 02:31 Uhr

Genehmigung : Startschuss für neues Hotelprojekt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Landrat Torsten Wendt übergab gestern in Breitenburg die Baugenehmigung. Mit der Fertigstellung wird im Herbst 2018 gerechnet.

Dem Hotelprojekt am Golfplatz Breitenburg steht nichts mehr im Wege – gestern erhielt Moritz Graf zu Rantzau die Baugenehmigung. Landrat Torsten Wendt überreichte das Schreiben persönlich an den Bauherren. „Das Hotel wird etwas mehr Glanz in den Kreis Steinburg bringen“, betonte der Verwaltungschef. Wie berichtet, plant Graf zu Rantzau auf dem gräflichen Gutshof Osterholz ein individuelles Hotel mit Tradition und Charme. Vorgesehen sind 80 Zimmer, ein Restaurant, Tagungsräume in verschiedenen Größen sowie ein Spa- und Wellnessbereich. Mit der Fertigstellung des mehrere Millionen Euro teuren Projekts wird im Herbst 2018 gerechnet.

Genutzt werden alte Ställe, aber auch ein Neubau wird errichtet. Mitzureden bei der Planung hatte der Denkmalschutz, denn die Stallungen auf dem Gutshof sind ein Ensemble-Denkmal. In Absprache mit der Behörde seien hier aber Änderungen am Gebäude möglich, so Moritz Graf zu Rantzau. Doch der Charakter insgesamt solle erhalten bleiben. Herzstück des Hotels wird der ehemalige Kuhstall, ein riesiges Gebäude inmitten der Hofanlage. Im Untergeschoss, wo einst Kühe und danach Pferde gehalten wurden, kommen Eingangsbereich, Rezeption, Büros, Sozialräume Küche, und ein großes Restaurant hinein. Einige der 80 Hotelzimmer (zwischen 23 und 45 Quadratmeter groß) und Tagungsräume werden ins Obergeschoss eingebaut. Dort lagerten zuvor Heu und Stroh. Bis auf die Außenmauern wird das gesamte Gebäude nach modernsten Gesichtspunkten erneuert, auch ein neues Dach ist geplant.

Hinter dem Haupthaus auf der nördlichen Seite soll ein zweigeschossiger Neubau mit weiteren Hotelzimmern entstehen. Zu Nutze machen sich die Planer, dass das Gelände zum Breitenburger Moorkanal hin fast zehn Meter abfällt. Der Spa- und Wellnesbereich wird deshalb in zwei Untergeschossen des Neubaus untergebracht. „Von dort haben Gäste dann einen schönen Ausblick auf die Natur und den Kanal“, sagt Architekt Laust Lorenzen. Der 1700 Quadratmeter großes Wellnessbereich wird Schwimmbad, Ruheräume und vier Saunen enthalten. Wer den Gutshof betritt, wird den Neubau allerdings nicht sehen, er wird vom Hauptgebäude verdeckt. Der Charakter des Gutshofes solle erhalten werden, begründet Moritz Graf zu Rantzau die Planungen. Deshalb solle auch das wilde Parken dort untersagt werden. In Richtung benachbartes Amtsgebäude wird ein neuer Parkplatz entstehen. Der Gutshof solle später auch für Events genutzt werden, Graf zu Rantzau denkt unter anderem an Konzerte im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals.

Landrat Torsten Wendt, der üblicherweise keine Baugenehmigungen persönlich überreicht, lobte den Bauherren für seine „ausgezeichnete Idee“ und die gelungenen Pläne. Das Hotel werde den Kreis Steinburg weiter voranbringen. Auch vor dem Hintergrund, dass es in Steinburg zu wenig Übernachtungsmöglichkeiten gebe. Ebenso wie Torsten Wendt lobte auch Moritz Graf zu Rantzau die gute und reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kreis und Projektträger. Eingebunden darin seien auch das Architekturbüro Lorenzen, die Firma Dudda Energiesysteme sowie Zechbau aus Hamburg, die ihr Fachwissen mit eingebracht hätten. „Der Rückenwind aus der Politik hat unserer Familie ebenfalls sehr geholfen.“

Das Hotel liegt zwar direkt am Golfplatz, soll aber keine Golf-Herberge werden. Gesetzt wird unter anderem auf Gäste, die sich in einem Kurzurlaub vom hektischen Alltag in Ruhe entspannen wollen. Auch für Tagungen ist das Hotel unter anderem offen, ebenso wie für Hochzeitspaare, die für Trauungen die Schlosskapelle nutzen können.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 04:45 Uhr

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