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Norddeutsche Rundschau

09. Dezember 2016 | 08:49 Uhr

Stadtentwässerung plant Windrad

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Stadtentwässerung Glückstadt will auf ihrem Klärwerksgelände am Sperforkenweg eine Windenergieanlage errichten. Das öffentlich-rechtliche Unternehmen will selber Strom produzieren. Die Kläranlage hat einen Strombedarf von zirka 991 000 Kilowattstunden. Mehr als 50 Prozent der erzeugten Energie sollen für den eigenen Verbrauch genutzt werden.

Ziel ist auch, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, heißt es von Seiten des Abwasserzweckverbandes Südholstein, dem Betreiber des Glückstädter Klärwerkes.

Die geplante Anlage hat eine Nabenhöhe von zirka 30 Metern und eine Gesamthöhe von zirka 48 Metern. Zum Vergleich: der Leuchtturm an der Ecke Am Neuendeich / Jahnstraße ist 53 Meter hoch ist. Die neue Anlage würde 800 Meter Luftlinie zur Elbe stehen und ist dann 3700 Meter vom nächsten Wohngebäude entfernt.

Die geplante Windenergieanlage gilt als „Nebenanlage“ und sei grundsätzlich zulässig, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung. Eine eigenständige Windkraftanlage, wie die großen Windkraftanlagen im Umland, wäre hingegen unzulässig. Eine Vorabbetrachtung der Schallemissionen hätten ergeben, so die Verwaltung, dass die Richtwerte an allen untersuchten Immissionsorten eingehalten werden würden.

Außerdem gab es eine „Schattenvorabbetrachtung“ an fünf Orten. An den Gebäuden Sperforkenweg 10 bis 14 werden die Richtwerte rechnerisch überschritten. Um die Einhaltung der Richtwerte während des Betriebs der Windkraftanlage dennoch einhalten zu können, soll eine „Schattenabschaltung“ eingesetzt werden. Um die Anlage errichten zu können, braucht die Stadtentwässerung das Einverständnis der Glückstädter Politiker. Die Bauausschussmitglieder werden sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 6. Dezember, 19 Uhr im Rathaus mit dem Thema beschäftigen.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 16:17 Uhr

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